Unser Ziel: Weltweiter Zugriff auf das japanische Fernsehprogramm mit unserer PSP™, na dann mal los!
Funktionsweise
der Basestation
Location Free TV™ ist eine klassische Client-Server Applikation.
Hierbei arbeitet die Basestation als Server und stellt ihre Dienste Clients zur Verfügung,
die allerdings aus Sicherheitsgründen vorher bei der Basestation registriert werden müssen.
Die Basestation wandelt analoge Bild- und Tonsignale, wie z.B. das Fernsehprogramm, in Echtzeit in
einen MPEG-4 Stream um, der von einem Client empfangen werden kann.
Zum Anschluss von Geräten, wie TV-Tunern, Festplattenrecordern, etc., besitzt die Basestation
zwei Video Eingänge (Composite oder S-Video) mit Stereoton.
Die japanischen Basestations (LF-PK10, LF-PK20) besitzen darüber hinaus noch einen eingebauten
analogen TV-Tuner, der allerdings nur mit japanischen analogem TV klarkommt.
Der Antenneneingang auf der Rückseite muss natürlich mit der Fernsehantenne Eures japanischen
Ferienhauses verbunden sein, sonst klappt dies nicht!
Richtig interessant ist allerdings die Möglichkeit, mit der Basestation auch die
externen Videoquellen fernsteuern zu können.
Hierzu liegt der Basestation ein Infrarot Sender bei, der so angebracht werden sollte, dass
die zu steuernden Geräte das Signal erkennen, klar!
Liegen die Geräte zu weit auseinander, erlaubt die Basestation sogar den Anschluss eines
zweiten Infrarot Senders.
Die notwendigen Fernbedienungscodes kann man direkt über die Basestation aufnehmen, denn
die hat auf der Frontseite einen Empfänger zum Lernen von Infrarotcodes.
Wem das zu nervig ist, dem bietet Sony auf den entsprechenden Webseiten die kompletten Codes für
hunderte von Geräten zum Download an. Dies klappt sogar aus dem recht primitiven Internet-Browser
der PSP™ heraus. So kann man z.B. auch einen angeschlossenen Festplattenrecorder über das
Internet fernbedienen.
Da wir momentan nur den internen TV Tuner benutzen werden, reicht schon der Ansschluss an die
Antennendose. Fehlt nur noch ein Ethernet-Netzwerkkabel zum heimischen Router und dann kann man
das externe Netzteil anschliessen.
Wer kein Netzwerkkabel verlegen will, der kann die LF-PK20 Basestation auch als Wireless-Client
mit seinem heimischen Access Point koppeln. Hierfür gibt es einen Wahlschalter auf der
Unterseite der Basestation.
Es versteht sich von selbst, dass man besser eine DSL-Flatrate
haben sollte, wenn man so eine Basestation betreiben will. Ebenso sollte man auf der Seite der
Basestation eine möglichst hohe Uplink Geschwindigkeit haben, denn ansonsten leidet die Qualität.
Konfiguration
Nach dem Einschalten der Basestation greift sich diese erst einmal per DHCP eine IP-Adresse.
Bevor man also die Basestation per Webbrowser konfigurieren kann, muss man erstmal deren IP-Adresse
suchen. Das Logfile unseres Modems gibt über die LF-PK20 Auskunft und die beigelegte
Dokumentation gibt Auskunft über Login und Passwort.
Die Konfiguration ist übersichtlich:
Netzwerk - Gateway, Subnet, DHCP etc.; hier sollte man besser eine feste Adresse vergeben.
Registrierte Clients - hier sieht man die registrierten Clients und kann diese wieder "rauswerfen".
Wireless - die LF-PK20 kann auch als Access Point arbeiten und erlaubt sogar WPA Verschlüsselung.
Diverses - UPnP fähiger Router, Zugriff von globalen IP-Adressen, etc.
Nachdem alles konfiguriert ist, starten wir unsere PSP™ und öffnen den Location Free Player™. Wenn die Wireless Einstellungen von Basestation und PSP™ übereinstimmen, dann kann man den kleinen Setup-Button auf der Frontplatte der Basestation drücken und in ein paar Sekunden ist die PSP™ bei der Basestation registriert. Achtung: Eine PSP™ kann nicht über das Internet mit der Basestation registriert werden; der von Sony verfügbare PC-Software Player dagegen schon.
Der TV-Tuner der Basestation ist per Default gewählt, aber wir sehen auf unserer PSP™ im Moment nur Schnee. Das Rätsel ist nach einigen Stunden (!) gelöst: Im PSP™ Setup des Location Free Players™ muss die Zuordnung von Programm und Kanal(-frequenz) von uns manuell vorgenommen werden. Na toll - zum Glück gibt es nur 10 analoge TV Programme in Japan und nach einigen Minuten haben wir diese aus den rund 80 möglichen Kanal(-frequenzen) isoliert und zugeordnet. Bild und Ton sind in Top-Qualität. Ist ja auch kein Wunder, denn wir sitzen nur zwei Meter von unserer Basestation entfernt! Es folgt der Härtetest über das Internet!
Domain-Registrierung Mit jeder Basestation erhält der Käufer einen eindeutigen dynamischen DNS Eintrag von Sony, mit dem sich Basestation und deren registrierte Clients finden. Klar, dass die Basestation rund um die Uhr eingeschaltet bleiben muss. In einem Restaurant mit Public Hotspot testen wir unser Setup. Tatsächlich findet unsere PSP™ die heimische Basestation und wir können zwischen den Programmen des internen TV-Tuners wechseln. Verschiedene Zoomstufen (Vollbild, 16:9) sind bei der PSP™ wählbar. Bei schlechter Vebindungsqualität verringern PSP™ und Basestation die Datenrate automatisch. Bei guter Verbindung sind Bild und Ton wirklich gut. Wir sind begeistert - genau so hatten wir uns das vorgestellt!
Total Cost
of Ownership
Jetzt wird es spannend, denn in dieser Rubrik identifizieren wir versteckte Kosten und Mogelpackungen.
Was kostet also der Spass mit dem Location Free TV™ wirklich, wenn man das sinnvolle Zubehör dazu addiert?
Da wir unser Equipment komplett in Tokyo gekauft haben, hier
eine Liste der Ladenpreise vom September 2007 in japanischen Yen (Euro in Klammern):
LF-PK20 Basestation 33.000 Yen (200 Euro) PSP™ slim & lite 20.000 Yen (120 Euro) 4GB Memory Stick 10.000 Yen (60 Euro) USB Kabel 500 Yen (3 Euro) Headphones 2.500 Yen (15 Euro) Tasche für PSP™ 1.500 Yen (10 Euro) Summe 67.500 Yen (ca. 400 Euro)
Da kommt also einiges zusammen - insgesamt rund 400 Euro sind sicherlich kein Kleingeld.
Fazit Auch wenn die Startkonfiguration (auf Grund DHCP) etwas umständlich ist, so funktioniert der Dienst sehr zuverlässig und die Qualität kann sich auf dem Display der PSP™ sehen lassen. Um keine Missverständisse aufkommen zu lassen: Mit einer Basestation kann nur ein Client zur gleichen Zeit verbunden sein, denn so eine Basestation bietet nur einen einzigen MPEG-4 Stream.
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