Reiseabenteuer

Bobby der Bär in Mexico, 2008 (Teil 2) -
Die Maya-Ruinen von Tulúm und Cobá

Neulich in Mexico... (Teil 2)

Immer Richtung Süden auf dem MEX 307 Highway...

MEX 307 Die Reise in die Vergangenheit der Maya Kultur beginnt auf dem mexikanischen Highway. Von Cancún aus geht es an der mexikanischen Karibikküste auf dem MEX 307 Highway nach Süden. Zum Glück ist die MEX 307 mit zwei Fahrspuren pro Seite recht gut ausgebaut. Das Geschwindigkeitslimit liegt hier bei knapp 100 km/h. Durch (angekündigte) Bodenschwellen wird man in der Nähe von Einfahrten oder Checkpoints zum Langsamfahren gezwungen. Auf dem Highway geht es vorbei an dem Touristenstädtchen Playa del Carmen.

Kurios: Die zahlreichen Wendestellen auf der Autobahn sind notwendig, da es keine Autobahnkreuze und Einfahrten mit Brücken gibt.

Die Maya-Ruinen von Tulúm

Die Maya-Ruinen von Tulúm - der Tempel des Windes an der Karibikküste

Tempel des Windes Etwa 130 km südlich von Cancún liegen die Maya-Ruinen von Tulúm direkt an der karibischen Küste. Die Zufahrt zu den Parkplätzen des Geländes liegt direkt an der MEX 307. In den meisten Reiseführern findet sich meist ein Foto des Tempels des Windes oder der sog. Burg (Castle). Diese beiden Gebäude sind recht eindrucksvoll anzuschauen, denn sie liegen beide hoch oben auf den Klippen und sind weithin sichtbar. Der Tempel des Windes ist das kleinere der beiden Bauwerke.

Die Maya-Ruinen von Tulúm - Blick auf die Ebene hinter dem Tempel des Windes

Die Ruinen von Tulúm sind deutlich kompakter als etwa in Chichen Itza. Auch ist das Gelände deutlich kleiner und die Wege zwischen den einzelnen Bauwerken entsprechend kürzer. Es gibt in Tulúm zwar keine grosse Pyramide zu sehen, aber trotzdem sind die Bauwerke hier nicht weniger eindrucksvoll, als die anderen archäologischen Stätten auf der Yucatan Halbinsel. Da auch kein dichter Urwald das Gelände durchzieht, hat man von den Klippen einen guten Überblick. Ebenfalls erfreulich: In Tulúm finden sich keine Souvenirhändler innerhalb der Ruinenlandschaft, sondern ausschliesslich vor dem Eingang des Geländes.

 
Die Maya-Ruinen von Tulúm - Blick auf den nördlichen Wall

Der Wall Beinahe das gesamte Gelände von Tulúm wird von einem Wall umgeben. Mittlerweile sind die Forscher sich einig, dass dieser Wall keinerlei militärische Funktion hatte, sondern eher der rituellen Abgrenzung diente.

 
Die Maya-Ruinen von Tulúm - das Haus der Cenote

Das Haus der Cenote Mit Cenote werden die unterirdischen Kavernen bezeichnet, die das Grundwasser speichern. Die gesamte Halbinsel Yucatan ist von Höhlensystemen durchzogen, durch die das Grundwasser fliesst. Oft erlauben grosse Krater an der Oberfläche den Zugang zu diesen Höhlen. Unter diesem Gebäude findet sich ein Zugang zu diesen unterirdischen Grundwasseradern, so erhielt dieses Bauwerk seinen Namen.

 
Die Maya-Ruinen von Tulúm - The Castle

The Castle Nicht wirklich eine Burg im militärischen Sinne, sondern eher ein Palast mit aufgesetztem Tempel. Dies ist das beeindruckenste und gewaltigste Bauwerk der Ruinen von Tulúm. Kaum vorstellbar, dass hinter diesem Gebäude direkt die steilen Klippen der Karibikküste beginnen!

 
Die Maya-Ruinen von Tulúm - das Haus des Halach Uinic

Das Haus des
Halach Uinic
Wegen der Grösse dieses Gebäudes kann man davon ausgehen, dass es sich um einen Palast handelte. Der Begriff Halach Uinic ("echter Mann") ist in der Sprache der Maya übrigens ein Synonym für Könige.

 
Suchspiel

Alle Hobby-Archäologen aufgepasst! Es ist mal wieder Zeit für eines unserer beliebten Suchspiele. Hast Du das Zeug zum furchtlosen Abenteurer? Schaffst Du es, einen perfekt getarnten Iguana auf einem Foto zu entdecken? Nur nochmal zur Erinnerung - die Echse die wir suchen sieht so aus, wie auf unserem Foto hier:

Die Maya-Ruinen von Tulúm - Iguana

Jetzt wird es ernst - finde den Iguana auf unserem kleinen Foto unten in der Ruinenlandschft von Tulúm. Die Auflösung gibt es in der Vergrösserung des Bildes - einfach drauf' klicken (Javascript notwendig). Hättest Du ihn gefunden?

Die Maya-Ruinen von Tulúm - finde den Iguana auf dem Foto!

Geheimtipp Wer seine Badesachen nach Tulúm mitbringt, der kann am karibischen Strand hinter den Ruinen baden gehen. Der Zugang erfolgt direkt über das Gelände der Ruinenlandschaft, d.h. nur mit Eintrittskarte.

Die Maya-Ruinen von Tulúm - der Blick von Süden auf den Tempel des Windes

Zum Abschluss gibt es noch einmal den Blick auf den Tempel des Windes - diesmal von der anderen (Süd-)Seite.

 

Betreten
verboten
Alle Ruinen in Tulúm sind für Besucher gesperrt, d.h. das Klettern auf den Ruinen und das Eindringen ins Innere der Gewölbestrukturen ist nicht erlaubt bzw. möglich. Wer unbedingt den Kick a là Lara Croft oder Indiana Jones sucht, der muss sich in Mexico zu den Ruinen von Cobá begeben. Dort steht die einzige (Stand: Frühjahr 2008) Maya-Pyramide in Mexico, die man noch offiziell besteigen kann (nicht ganz ungefährlich). Unser Bericht weiter unten vermittelt einen Eindruck, was Euch dort in Cobá erwartet.

Coba

Die Ruinen in Cobá sind weitläufig im Urwald verteilt. Die grosse Pyramide ist rund 1.200 m vom Eingang des Geländes entfernt. Wer zu faul ist, die Strecke laufen, der kann sich für ein paar Dollar von einem Fahrradtaxi mitnehmen lassen. Wer allerdings gut zu Fuss ist, der kann diese Strecken auch problemlos laufen.

Die Maya-Ruinen von Coba - die Kirche

Die Kirche Dies ist nicht wirklich eine Kirche, aber die spanischen Eroberer mussten diesen Pyramidentempel mit seiner ovalen Grundfläche für eine Kirche gehalten haben, daher der Name.

 
Die Ruinen von Coba - der Ballspielplatz

Der Ballspielplatz Auch in Cobá gibt es einen Ballspielplatz (ein antikes Sportstadion). Zwei Mannschaften mussten einen Kautschukball mit Hüften, Schultern und Oberschenkeln durch den oberen Ring der gegnerischen Seite befördern. Natürlich standen sich zwei dieser schrägen Rampen gegenüber. Aufgeweckte Leser werden richtig schlussfolgern, dass man auf unserem Foto lediglich eine Spielfeldhälfte sieht.

 
Die Ruinen von Coba - die grosse Pyramide

Die grosse
Pyramide
Der Aufstieg gestaltet sich recht einfach. Wegen des steilen Winkels (knapp 45 Grad) und der unregelmässig gearbeiteten Stufen ist der Abstieg jedoch eine echte Herausforderung. Um schwere Unfälle zu vermeiden, ist ein stabiles Seil entlang der Stufen gespannt. Dies sollte man auch nutzen. Festes Schuhwerk ist eine Selbstverständlichkeit.

Die Ruinen von Coba - Blick von der Spitze der grossen Pyramide

Ausblick Das Panorama von der Spitze der Pyramide ist beeindruckend. Man erkennt die Spitze einer weiteren Pyramide, die aus dem Urwald herausragt. Im Hintergrund ist einer der beiden Seen erkennbar, an deren Rand die Ruinen von Cobá liegen.

An allen anderen Stätten in Mexico ist das Klettern mittlerweile verboten. Zuletzt hatte man die Pyramide von Chichen Itza sperren müssen, da dort ein Tourist tödlich abgestürzt war.

Wer noch mehr auf eigene Faust erkunden und klettern will, der muss bis nach Guatemala reisen. Dort gibt es noch Maya-Pyramiden mit 70 Metern Höhe, die man besteigen kann. Wir haben für Euch die sagenhafte Ruinenstadt Tikal in Guatemala besucht und präsentieren Euch demnächst hier bei paper-tiger.info einen exklusiven Bericht.

 
Die Ruinen von Coba - Krokodile im See

Krokodile Stille Gewässer in Mexico sollte man meiden, denn dort wartet meist die agressive Tierwelt auf unvorsichtige Besucher. So auch in diesem See nahe den Ruinen von Cobá, wo wir dieses Krokodil antreffen. Allzu dicht sollte man sich nicht am Ufer aufhalten, denn diese Tiere können auch blitzschnell aus dem Wasser springen und zuschnappen.

Mietwagen im Härtetest -
Jeep Liberty 3,7L

Mietwagen im Härtetest - Jeep Liberty 3,7L 2x4

Macho Grande Wen die Bustouren zu den zahlreichen Ausflugsorten und archäologischen Stätten nerven, der kommt in Mexico nicht um einen Mietwagen herum. Je nach Ziel der Tour kann ein Mietwagen sogar ab zwei Personen schon günstiger sein, als eine vergleichbare Bustour. Und noch ein unbestreitbarer Vorteil hat der eigene Mietwagen: Man ist von den Zeitplänen anderer Leute ziemlich unabhängig. So sind auch wir viele hunderte Kilometer in einem Mietwagen durch die Halbinsel Yucatan gebraust. Nutzen wir die Gelegenheit, unseren Mietwagen, den Jeep Liberty 3,7L des DaimlerChrysler Konzerns einmal näher unter die Lupe zu nehmen.

Weltwirtschaft
für Anfänger
Bobby Bär's Beschwerde wegen der fehlenden Höhenverstellbarkeit der Mittelkonsole (seinem bevorzugten Sitzplatz!) stiess bei DaimlerChrysler leider auf taube Ohren: «Dieses Liberty-Modell wird seit Ende 2007 nicht mehr gefertigt» hiess es aus unbestätigten Quellen. Wir wissen nicht, ob die Strategen in der Konzernzentrale von Mercedes Benz bereits ahnten, dass dieses Fahrzeug noch etwas Verbesserungsbedarf hat? Wie auch immer - um Verluste zu begrenzen, hat sich Mercedes Benz mittlerweile wieder von der Firma Chrysler getrennt...

Mietwagen im Härtetest - Jeep Liberty 3,7L 2x4

Sonderausstattung Unser Modell hatte nur rund 30.000 km durch die staubigen Pisten Mexico's hinter sich. Die Mängel hielten sich daher in erträglichen Grenzen: Die vorderen Seitenscheiben sprangen regelmässig aus den Halterungen, sobald man die elektrischen Fensterheber benutzte und die zentrale Bremsleuchte weigerte sich standhaft überhaupt zu leuchten. Routinierte Kenner von US-amerikanischen Fahrzeugen können solche Kleinigkeiten natürlich nicht schocken.

Mietwagen im Härtetest - Jeep Liberty 3,7L 2x4

Nostalgie Auch die technische Ausstattung versprüht Nostalgie. Retrofans werden vom Kilometerzähler im Cockpit begeistert sein; hier findet sich die gleiche grüne 7-Segment Anzeige, wie sie auch bei den Taschenrechnern von Casio in den 70er Jahren (Schock!!!) üblich war. Das kann doch nur Zufall sein, oder? Ich rieche da eine Verschwörung...

Mietwagen im Härtetest - Jeep Liberty 3,7L 2x4

Technische Daten Kaum zu glauben, dass dieses Fahrzeug von 2002 bis 2007 produziert wurde. Bei der sparsamen Ausstattung meint man, es mit einem Oldtimer aus den 80er Jahren zu tun zu haben (nur zwei Airbags, 4-Gang Automatik, Heckantrieb etc.). Den Verbrauch von 15 Litern Normalbenzin auf 100 km haben wir nur mit Mühe erreicht. Wir waren fast nur auf Landstrassen und Autobahnen mit maximal 120 km/h unterwegs, da muss man im Stadtverkehr sicher noch eine Kelle 'drauflegen. Dies alles nur mit Heckantrieb wohlgemerkt! Bei der Version mit Vierradantrieb wird beim Tankwart sicher richtig Freude aufkommen.

Anfahren und Bremsen sind die natürlichen Feinde dieses Fahrzeugs, denn die knapp 2 Tonnen Leergewicht wollen erst einmal in Bewegung gesetzt werden. Den Tankinhalt von 80 Litern benötigt man bei den Verbrauchswerten ganz sicher. Die zahlreichen Mängel, die unser Fahrzeug bei nur 30.000 km Laufleistung hatte, fallen da fast gar nicht mehr ins Gewicht.

Hersteller:  DaimlerChrysler (USA)
Modell:      Jeep Liberty 3,7L 2x4
Motor:	     3700ccm, 6-Zylinder, 210 PS
Getriebe:    4-Gang Automatik
Antrieb:     Heckantrieb
Kofferraum:  Ausreichend
Länge:       4,44 Meter
Vmax:        Oje, bitte nicht ausprobieren!
Verbrauch:   15+ Liter bleifrei Normal auf 100km
Extras:      CD-Stereo Radio,
             Aluminiumfelgen,
             Klimaanlage
Preis:       ab 21.000 USD (US-Basismodell)
Sonstiges:   Modellwechsel ab 2008

Geheimtipp Unbedingt beim Mietwagenvertrag das Risiko der Selbstbeteiligung begrenzen. Je nach Szenario haftet der Mieter für Schäden am eigenen Fahrzeug oder bei Diebstahl zwischen 10% und dem vollen Fahrzeugwert! Da ist der Urlaub in Schadensfall schnell zu Ende. Mit einem sogenannten Loss Damage Waiver (LDW) kann man jedoch die Selbstbeteiligung bis auf Null senken. Dies kostet zwar 10 bis 15 USD pro Tag mehr, beruhigt die Nerven bei dem teilweise chaotischen Strassenverkehr in Mexico aber ungemein. Unbedingt bei der Mietwagenfirma nachfragen!

Permalink 20.03.2008

...für den letzten Teil unseres Abenteuerberichtes haben wir uns zu den Maya-Ruinen nach Chichen Itza begeben.




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