Japan Travel

Reiseabenteuer in Japan, 2008 (Teil 3) -
Wenig später in Hiroshima...

Hiroshima -  der Atomic Bomb Dome (UNESCO Weltkulturerbe seit 1996)

Atomic Bomb Dome Man kann es drehen und wenden wie man will - in Hiroshima kommt man nicht um das Thema Atombombe herum. Inmitten der neu aufgebauten Stadt erinnert eine riesige Parkanlage mit dem sogennanten Peace Museum an den Atombombenabwurf von 1945. Am anderen Ende der Parkanlage steht als Mahnmal die Ruine der ehemaligen Handelskammer, besser bekannt unter dem Name Atomic Bomb Dome.
Seid mit dabei, wenn wir beide Sehenswürdigkeiten besuchen und begleitet uns dann bis zu genau der Stelle, an welcher vor 63 Jahren das Explosionszentrum lag.

Unsere Rundreise neigt sich dem Ende zu - da bleibt gerade noch Zeit, den berühmten Itsukushima Tempel der Insel Miyajima zu besuchen. Dann erklären wir Euch, wo der Hase im Mond zu finden ist und nach einem kurzen Zwischenstopp in der ehemaligen Hauptstadt Kyōto geht es wieder zurück nach Tokyo.

Das berühmte hözerne Tori aus dem Jahre 1875 liegt vor dem Itsukushima Schrein im Meer (UNESCO Weltkulturerbe seit 1996)

Lest hier den dritten und letzten Teil unserer packenden Abenteuer 2008 in Japan mit dem bezeichnenden Titel «Wenig später in Hiroshima...».

Permalink 21.10.2008



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Wenig später in Hiroshima...

Hiroshima - Blick vom Peace Museum bis hinunter zum Atomic Bomb Dome

Peace Museum Man kann es drehen und wenden wie man will - in Hiroshima kommt man nicht um das Thema Atombombe herum. Inmitten der neu aufgebauten Stadt erinnert eine riesige Parkanlage mit dem sogennanten Peace Museum an den Atombombenabwurf von 1945. Am anderen Ende der Parkanlage steht als Mahnmal die Ruine der ehemaligen Handelskammer, besser bekannt unter dem Name Atomic Bomb Dome.
Ausländischen Besuchern werden sofort die zahlreichen japanischen Schulklassen auffallen, welche das Gelände durchstreifen. Ein Besuch hier gehört zum Pflichtprogramm jedes japanischen Schülers.

Auch wenn die Exponate nicht immer leicht verdaulich sind - als Besucher des sehr empfehlenswerten Peace Museums befindet man sich in guter Gesellschaft - eine Fotostrecke am Ausgang erinnert an die Besuche bekannter Persönlichkeiten wie etwa Jimmy Carter, Carl Friedrich von Weizsäcker und Mutter Theresa, um nur einige zu nennen. Im Inneren des Museums ist übrigens das Fotografieren ohne Blitzlicht erlaubt.

 

Tipp:
Als Ausländer wird man oft im Park von Grundschulkindern angehalten bzw. angesprochen. Rennt nicht gleich weg, wenn Euch die sonst eher schüchternen kleinen Knirpse ansprechen - die Kinder haben meist eine Aufgabe von ihren Lehrern bekommen und benötigen dazu Eure Hilfe! In gebrochenem Englisch werdet Ihr gefragt, aus welchem Land Ihr kommt und dann dürft Ihr eine nette Grussbotschaft auf ein grosses Blatt Papier für das Klassenzimmer der Kinder schreiben. Wenn die Kinder genug Botschaften auf dem Blatt gesammelt haben, dann haben sie ihre Aufgabe geschafft - also nehmt Euch die Zeit, es dauert auch nur drei Minuten, okay?!

 

Atomic Bomb Dome Es ist beinahe ein Wunder, dass das Gebäude so nahe am Explosionszentrum nicht vollständig zerstört wurde. Die sogenannte (Atombomben-) Kuppel (jap. Genbaku Dome, 原爆ドーム) der ehemaligen japanischen Handelskammer ist wohl eines der weltweit bekanntesten Fotomotive aus Hiroshima. Die Druckwelle der Explosion wirkte direkt von oben, weshalb die senkrechten Wände weitgehend verschont blieben. Den Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Explosion im Gebäude befanden, half dies jedoch leider gar nicht.

Hiroshima -  der Atomic Bomb Dome (UNESCO Weltkulturerbe seit 1996)

1996 wurde das sorgfältig konservierte Gebäude von der UNESCO zum Weltkurturerbe erklärt.

 

Hypocenter Nur etwa 150 Meter vom Dome in einer Seitenstrasse erinnert eine kleine Marmorplatte mit einer Inschrift in Japanisch und Englisch an das Zentrum der Atomexplosion. Genau über diesem Punkt in knapp 600 Metern Höhe explodierte am 6. August 1945 die erste Atombombe, die jemals in einem Krieg eingesetzt wurde.

Hiroshima - eine Steinplatte erinnert an das Hypozentrum der Atombombenexplosion von Hiroshima genau über diesem Punkt

Im Vergleich etwa zur Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, wo viele Tonnen spaltbares Material freigesetzt wurden, sind in Hiroshima "nur" wenige Kilogramm Uran zur Explosion gekommen. Nur diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die Werte an Radioaktivität an diesem Ort wohl überschaubar sind.
Manche werden sich fragen, wie man nachträglich das Hypozentrum ermitteln konnte - tatsächlich hat man nach der Explosion die Spuren der Hitzeeinwirkung an Granitblöcken untersucht. Aus den Schmelzspuren an der Oberfläche konnte man dann das Zentrum berechnen.

Hiroshima - ein Modell im Peace Museum veranschaulicht die Position der Atombombenexplosion vom 6. August 1945 im Stadtzentrum

Ein Modell im Museum zeigt die zerstörerischen Auswirkungen der Explosion. Der Explosionskern ist als roter Kunstoffball angedeutet. Das Modell spricht für sich selbst - innerhalb eines Radius von 3 km wurde praktisch alles vernichtet.

 

Hiroshima Castle Die antike Festung von Hiroshima aus dem Jahre 1590 befand sich leider nur etwa einen Kilometer vom Zentrum der Explosion entfernt und wurde daher ebenfalls vollständig zerstürt.
1958 hat man das Gebäude auf einem Betonfundament wieder rekonstruiert und nachgebaut. Heute befindet sich im Inneren des Gebäudes ein Museum, welche die japanische Geschichte vor den Weltkriegen illustriert.

Hiroshima - die antike Festungungsanlage im Stadtzentrum wurde 1958 neu aufgebaut

Um die Festung herum erstreckt sich eine weitläufige Parkanlage, die durch Festungsmauern eingefasst ist. Kenner findet in der Anlage reichlich Fotomotive.

 

Strassenbahn Die Strassenbahnen von Hiroshima wurden vor langer Zeit aus Deutschland angeschafft. Immer noch fahren einzelne Fahrzeuge auf verschiedenen Linien durch die Stadt. Die einzelnen Triebwagen der Strassenbahn sind jeweils in anderen Farben lackiert. Am besten fotografiert man sie beim Stop an einer Haltestelle, wenn alle Autos drum herum bei Rot anhalten müssen.

Hiroshima - die Strassenbahn kommt ursprünglich aus Deutschland

Für Eisenbahn-Enthusiasten sind Hiroshima's "deutsche" Strassenbahnen sicher einen Besuch wert.

Hiroshima - diese Strassenbahn hat West-Hiroshima als Zielbahnhof

Ein Tipp noch zum Wetter: Obwohl es bereits Oktober ist, sind immer noch tagsüber bis zu 25 Grad im Schatten. Hiroshima liegt noch einmal knapp 400 km südlicher von Osaka und somit fast 1.000 km von Tokyo entfernt. Dementsprechend ist es hier im Herbst noch schön warm.

 

Miyajima Die Insel Miyajima liegt etwa 20 km südlich von Hiroshima direkt vor der Küste von Japan's Hauptinsel. Rund 1.800 Menschen leben auf der Insel gemeinsam mit etwa 700 Stück Rotwild und zahlreichen Makaken (einer japanischen Affenart).
Bereits etwa 500 n. Chr. wurde mit dem Bau eines Schreins und einer Tempelanlage begonnen. Der Tempel gehört mittlerweile zum Weltkulturerbe der UNESCO. Eines der berühmtesten Objekte ist das rote hölzerne Tori (jap. 鳥居) von 1875, welches rund 150 Meter vor der Tempelanlage im Meer steht. Bei Ebbe kann man das Tempeltor sogar zu Fuss erreichen.

Das berühmte hözerne Tori aus dem Jahre 1875 liegt vor dem Itsukushima Schrein im Meer (UNESCO Weltkulturerbe seit 1996)

Bei Flut kann man immerhin mit einem Boot durch das Tor fahren. Wir haben das kurzerhand in einer Vollmondnacht getan. Die Lichter im Hintergrund unserer Fotoaufnahme sind übrigens das japanische Festland.

 

Der Hase im Mond Bei den Japanern glaubt man, dass ein Hase im Mond wohnt. Wenn man ganz genau hinschaut, soll man in den dunklen Segmenten der Mondoberfläche rechts oben die Hasenohren erkennen können. Der Kopf des Hasen wäre dann in der Mitte der oberen Halbkugel, während sich der Körper auf der linken Seite bis in die Südhalbkugel hineinzieht, alles klar?
Wir hatten Glück, denn es war gerade Vollmond und keine einzige Wolke am Himmel. Genau die richtige Gelegenheit also, um den Hasen im Mond zu fotografieren. Den wesentlichen Bildausschnitt seht Ihr auf dem Bild unten (Klick für Javascript-Popup).

Vollmond über der japanischen Insel Miyajima

Allen engagierten Hobbyfotografen stellen wir die Parameter unserer Mondaufnahme hier zur Verfügung:

Belichtungszeit: 1/200 Sek.
Blende: 8
Empfindlichkeit: ISO 100
Objektiv: 250 mm (Zoom oder Tele)
Original-Bildgrösse: 4272 x 2848 Pixel

 

Bonus Stage

Kyōto Auf der Rückfahrt von Miyajima nach Tokyo - immerhin fast 1.000 km - hatten wir uns entschlossen, einen kurzen Stop in Kyōto einzulegen. Wir hatten zwar ein modernes Hotel im westlichen Stil gewählt, aber es gab auch einen Anbau in Form eines japanischen Landhauses, in dem man einige Zimmer im tradionellen Stil buchen konnte. Im Innern waren die Räume selbstverständliche mit Tatami-Matten ausgelegt und mit Schiebetüren ausgestattet.

Kyōto - unsere Hotelzimmer haben wir im traditionellen Stil gewählt

Fast wie in einem Spielfilm - nur ohne die nächtlichen Ninja-Überfälle!

 

Kyomizu-dera Riesige Menschenmassen wälzen sich jeden Tag durch die zahlreichen Tempel von Kyōto. Uns ist dies eigentlich schon zu viel Action.

Kiyomizu-dera Tempel in Kyōto

Hier ein paar Impressionen vom bekannten Kyomizu-dera (jap. 清水寺) Tempel in Kyōto. Für den Tempel wurde eine beeindruckende Terrasse aus Holz in eine Bergwand gebaut. Darüber hinaus besitzt dieser Tempel eine Reliquie des legendären Kampfmönches Benkei (jap. 弁慶), sowie eine Wasserquelle, die einen Wunsch erfüllen kann.

Mehr Impressionen vom Kiyomizu-dera Tempel in Kyōto

Nicht nur viele japanische Touristen zieht es nach Kyōto, sondern auch viele interessierte Besucher aus Korea und China sind unter den Touristen. Vor den Tempeln gibt es meist auch zahlreiche Souvenirhändler.

 

Murasame
 Calibur
Bobby der Bär ist mächtig stolz auf seine Neuerwerbung: «Der nette Herr vom Souvenirladen hat mir versichert, dass es sich bei diesem Holzschwert um die Originalwaffe des legendären Tanuki Kumamoto (jap. 熊本 タヌキ) handelt. Mit diesem Holzschwert hat Kumamoto 500 v. Chr. den neunköpfigen Drachen besiegt, welcher die Tochter der Sonnengöttin entführt hatte, oder so ähnlich...
Wow, sieht aus wie neu! Hmmm, vielleicht hat die Plastikfolie das Holz so lange konserviert...?»

(Anm. der Redaktion: Alles frei erfunden...!)

Ein Holzschwert (jap. Bokutō, 木刀) aus Kyōto - aber da hat irgendwer unserem Bobby wohl einen Bären aufgebunden...

Wer allerdings glaubt, Holzschwerter (jap. Bokutō, 木刀) wären etwas für Pazifisten oder Weicheier, der sollte mal die Biografie des grossen Samurai Miyamoto Musashi (jap. 宮本 武蔵) lesen, der zahlreiche Gegner mit einem Holzschwert besiegte.

 

Nissan Cube Unser treues Arbeitspferd dieser Tour war mal wieder ein Cube von Nissan. Bereits in unserem Bericht von 2006 hatten wir dieses Fahrzeug in Japan als Leihwagen gewählt um durch die Berge rund um den Fuji-san zu cruisen.

Unser Arbeitspferd im Retrolook - der Cube von Nissan

Auf unserer Gesamtstrecke von rund 2.000 km gab es von uns keine Beanstandungen. Der Verbrauch lag auch bei zügiger Fahrt bei knapp unter 7 Liter Normalbenzin pro 100 km. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass wir immerhin drei Personen inklusive Gepäck an Bord hatten.

 

Das war's mal wieder mit unseren Reiseabenteuern aus Japan 2008 - wir hoffen, Euch hat das Lesen wieder mal Spass gemacht!

Permalink 21.10.2008


 

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