Metal Kamelot

Klassiker des Progressive Metal -
The Black Halo von Kamelot

Kamelot - The Black Halo (all rights reserved)

Kurzrezension Obwohl dieses Konzeptalbum bereits im Jahre 2005 veröffentlicht wurde und als Fortsetzung des 2003er Longplayers Epica gedacht war, so handelt es sich doch unserer Meinung nach um ein bahnbrechendes Werk, in welches wir in regelmässigen Abständen immer wieder gerne hineinhören.

Anders gesagt: Wenn wir aus allen Alben der amerikanischen Metal-Formation Kamelot nur ein einziges Lieblingsalbum benennen dürften, dann wäre es mit Sicherheit The Black Halo.

Metal-Oper, Theaterstück, Konzeptalbum? Eigentlich ist The Black Halo ist von allem etwas und macht dazu noch vieles richtig. Alles in allem genug Gründe für uns, dieses Album hier im Rahmen einer Kurzrezension zu besprechen.

Vocals Frontmann Roy Khan, der sich ja mittlerweile vom Musikbusiness zurückgezogen hat, lief hier im Jahre 2005 zu seiner Höchstform auf. Kaum ein anderer Sänger im Metal-Genre lieferte derart ausdrucksstarke, theatralische Vocals Die klassischen Wurzeln seiner Gesangsausbildung kommen in ruhigeren Songs wie Abandoned oder Moonlight immer wieder eindrucksvoll zur Geltung. Verstärkung erhält Roy Khan durch die Gasteinlagen einiger weiterer Metal-Vocalisten, wie z.B. Simone Simons der Frontfrau von Epica und auch Shagrath von Dimmu Borgir.

Songwriting Die Schwäche vieler Konzeptalben ist oftmals die Abwesenheit guter Single-Auskopplungen - erinnert sich noch jemand an das Konzeptalbum Operation Mindcrime von Queensrÿche aus den 90er Jahren?
Nicht so auf The Black Halo. Allein die ersten vier Songs March of Mephisto, When the Lights Are Down, The Haunting, Soul Society sind allesamt Single-Material, wobei March of Mephisto unserer Meinung nach am schwächsten abschneidet. Aber damit nicht genug - mit der Ballade Abandoned und dem hinreissenden Mid-Tempo Moonlight legt die Band im Verlauf dieses Albums nochmal einen drauf. So viel hervorragendes Material auf einem einzelnen Album sucht man ansonsten meist vergeblich. Harte Gitarren ergänzen sich mit wandlungsfähigen Keyboardpassagen welche von filigran bis orchestral reichen. Dazu eingängige Refrains, welche von ausdrucksstarken Vocals getragen werden und fertig ist das Erfolgsrezept. Wenn man dafür einen Begriff erfinden müsste, dann wäre wohl Symphonic Progressive Metal die richtige Bezeichnung.

Die progressiven Elemente sind auf The Black Halo allerdings etwas in den Hintergrund getreten - wer Instrumentalakrobatik mit Überlängen sucht, sollte besser auf Alben von Spock's Beard oder Dream Theater zurückgreifen.

Mix Die Arrangements sind ungewöhnlich luftig und leicht - woran liegt das eigentlich? Der Mix alleine ist es jedenfalls nicht. Der Grund fällt beim genaueren Hinhören auf: Im Gegensatz zu anderen Bands des Genres beschränken sich Drums und Bass auf die Unterstützung der tragenden Melodien von The Black Halo. Dieser Mut zur gelegentlichen Stille unterstützt die Dramatik der einzelnen Songs weitaus besser, als den Hintergrund mit kontinuierlichem Bass- und Drumgewitter "vollzukleistern". Wer vergleichen möchte, kann sich gerne mal u.a. das aktuelle Imaginaerum Album von Nightwish greifen und den Unterschied in der Herangehensweise von Drums und Bass vergleichen.

Fazit In Retrospektive bleibt das 2005er Album The Black Halo immer noch das Beste, was Kamelot bis heute musikalisch abgeliefert haben. Wer der epischen Story über Wahrheit, Schicksal und Macht folgen möchte, der kommt ebenfalls nicht um das Vorgängeralbum Epica herum. Rein musikalisch ist The Black Halo jedoch eigenständig und das bei weitem stärkere Album. Auch neuere Werke der Band haben es gegen dieses Vermächtnis schwer, selbst der aktuelle Longplayer Silverthorn ist hiervon nicht ausgenommen (mehr dazu demnächst hier).

Hier die komplette Tracklist zu The Black Halo :

  1. March of Mephisto
  2. When the Lights Are Down
  3. The Haunting (Somewhere in Time)
  4. Soul Society
  5. Interlude 1
  6. Abandoned
  7. This Pain
  8. Moonligt
  9. Interlude 2
  10. The Black Halo
  11. Nothing Ever Dies
  12. Memento Mori
  13. Interlude 3
  14. Serenade
  15. The Haunting (Radio Edit)
  16. March of Mephisto (Radio Edit)

Auf der offiziellen Website von Kamelot gibt's wie immer mehr Infos zur gesamten Diskographie und Historie der Band.

Anspieltipps: Eigentlich zu viele gute Songs, um sie hier alle zu listen, pobiert es mal mit The Haunting, Soul Society und Moonlight.

Permalink 30.06.2013



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