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Travel Aviation

Mobile (Data) Roaming -
Vodafone Ireland Prepaid SIM

Vodafone.ie Portal - Funktionen für Prepaid SIM Karten findet man unter Pay-as-you-go

Anforderungen Auf der Suche nach einer flexiblen Mobile (Data) Roaming Lösung haben wir uns einmal die Tarife einiger Drittanbieter näher angeschaut. Unsere Anforderungen im Detail:

  1. Eine separate SIM-Karte fürs iPad zum Roaming auf Reisen (Emails, Flugplanung, Wetter, etc.)
  2. Unser Roaming-Wunschtarif sollte Reiseziele innerhalb und ausserhalb Europas umfassen
  3. Eine faire Abrechnung von Roaming-Dauer oder -Volumen.
  4. Einen Prepaid-Tarif - auch Pay as you go (PAYG) genannt.
  5. Eine grosszügige Zeitspanne bis zur Deaktivierung der Prepaid-Roaming SIM Karte bei Nichtbenutzung (mind. 6 Monate).

Roaming per
Monatskontingent
Leider passten die meisten der angebotenen Tarife nicht zu unserem Nutzungsprofil: Roaming war entweder auf (wenige) europäische Länder begrenzt oder die Deaktivierung erfolgte bei Nichtbenutzung bereits nach 3 Monaten, was gleichsam inakzeptabel erschien. Die grösste Hürde stellte meist jedoch die Abrechnung des Datenvolumens dar - meist wird eine ganze Monatsgebühr (rund 20-30 Euro) ab dem Tag des ersten Roamings im Ausland fällig. Ab Erstnutzung kann man dann theoretisch 30 Tage lang Roaming nutzen bis ein festgesetzes Datenkontingent aufgebraucht ist (meist 700-1000 MBytes). Pech jedoch, wenn man sich bei Kurzreisen nur wenige Tage im Ausland aufhält, denn dann verfällt das verbleibende Roaming-Volumen und die Monatsgebühr ist in jedem Fall futsch. Wer sich nicht an dem starren 30-Tage-Schema stört, der sollte sich bei Ortel Mobile das Tarifangebot zu CrossEurope einmal näher anschauen. Für uns war dieses Abrechnungsmodell jedoch etwas zu unflexibel.

Roaming per
Tageskontingent
Nach langer Recherche im Internet wurden wir auf das Prepaid (Pay as you go) Angebot von Vodafone Ireland aufmerksam. In Verbindung mit dem Vodafone RED Roaming Paket wären alle unsere Anforderungen erfüllt (Stand Februar 2016):

  1. Abrechnung von Roaming-Tagespaketen
  2. 200 MB Data Roaming Volumen im Tagespaket
  3. Kostenlose lokale Telefonate in das Roaming-Land im Tagespaket
  4. Tagespaket UK, Nordirland: 1,99 Euro
  5. Tagespaket Europa, USA, Canada: 2,99 Euro
  6. Tagespakete für weitere Länder: ab 4,99 Euro
  7. Bei Nichtnutzung bleiben 6+3 Monate Zeit bis zur Deaktivierung
  8. Guthaben wird online über Vodafone.IE per Kreditkarte aufgeladen Andere Zahlungsarten sind m.E. aus dem Ausland nicht möglich.

Wichtig zu wissen: Die Konditionen von RED Roaming sind je nach Anbieter durchaus unterschiedlich. Wer genau vergleicht, erkennt dass Vodafone Ireland seinen Kunden erheblich bessere Konditionen (mehr Datenvolumen) einräumt als die meisten anderen Vodafone Landesgesellschaften.

Die flexiblen Konditionen haben uns überzeugt - aber woher bekommt man so eine Vodafone Ireland Prepaid (PAYG) SIM Karte? Am einfachsten ist natürlich der Kauf vor Ort - aber wer plant dafür schon extra einen Stopover in Dublin ein? Von Vodafone Ireland selbst ist keine Unterstützung zu erwarten - ein Verkauf und Versand von SIM Karten ins Ausland wird unserer Erfahrung nach nicht unterstützt.

Erfahrungswerte Zum Glück finden sich genügend freundliche Händler in Irland, welche die begehrten Vodafone PAYG SIM Karten ins Ausland verkaufen und versenden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass man auf eBay mit einer Suche nach Vodafone Ireland RED Roaming SIM auf zahlreiche Anbieter stösst. Mittlerweile benötigt man bei eBay nicht einmal mehr einen Account solange es sich um einen Sofort-Kauf handelt. Der Kauf als eBay Gast klappt ganz hervorragend: Wir haben uns für einen Anbieter entschieden, der uns eine SIM Karte für rund 17,50 Euro nicht nur versendet, sondern auch online registriert und das RED Roaming Paket bucht. Die letzten beiden Punkte könnte man nach Erhalt der SIM auch selbst online erledigen, aber der gebotene Service ist wirklich vorbildlich. Hier eine kleine Checkliste zur Kaufabwicklung:

  1. Beim Kauf ist anzugeben, ob Micro oder Nano SIM gewünscht wird.
  2. Es macht auch Sinn, Euer bevorzugtes Endgerät beim Kauf zu nennen - so kann Euch der Verkäufer spezifische Tipps geben.
  3. Manche Verkäfer bieten an, gegen Aufpreis ein Guthaben (top-up) auf die neue SIM zu buchen. Egal, wie Ihr Euch entscheidet - Guthaben kann später online über Kreditkarte aufgeladen werden.
  4. Bezahlung der SIM Karte erfolgt per PayPal oder Kreditkarte.
  5. Der Versand der SIM erfolgt an Eure Postadresse - nach einigen Tagen solltet Ihr die Karte erhalten.
  6. Den Plastikrahmen der SIM in Kreditkartenformat unbedingt aufheben - auf der Rückseite finden sich u.a. PIN, PUK und Rufnummer!
  7. Die internationale Vorwahl Eurer neuen Rufnummer ist +353 (Irland).
  8. Das Mobilfunk-Vorwahl ist normalerweise (0)8 - Eure Rufnummer auf der Rückseite des Plastikrahmens sollte also vermutlich mit 08 beginnen, duh...

Bevor Ihr allerdings loslegt sind noch ein paar Schritte online zu erledigen. Idealerweise legt Ihr die neue SIM Karte noch nicht in das Mobilgerät Eurer Wahl ein, sondern nutzt ein anderes Gerät mit Internetzugang (PC, Laptop) für die Konfiguration. Hier wieder eine kleine Checkliste für den Erstkontakt mit dem Vodafone.IE Portal:

  1. Falls der Verkäufer die SIM bereits online registriert hat, so wird er Euch ein Initial-Passwort nennen. Euer Login ist dann Rufnummer und Passwort.
  2. Falls die SIM Karte noch nicht registriert wurde, dann benötigt Ihr Rufnummer und SIM-Nummer (Plastikrahmen!).
  3. Nach dem Login: Macht Euch mit dem Vodafone.IE Portal vertraut - Ihr habt eine Pay as you go SIM (kurz: PAYG) - das Wort Prepaid werdet Ihr praktisch nicht finden!
  4. Wurde RED Roaming bereits als Option gebucht?
  5. Prüft, ob die email-Adresse in Eurem Online-Profil leer bzw. korrekt ausgefüllt ist.
  6. Setzt Euch dann ein neues Online-Passwort!
  7. Empfehlenswert: Die Marketing-Benachrichtigungen (Checkbox) im Online-Portal deaktivieren (bis auf Roaming Messages).
  8. Unter My Balance könnt Ihr Euer ungefähres Restguthaben einsehen.
  9. Unter Top Up könnt Ihr Euer Guthaben per Kreditkarte aufladen.

Und zu guter Letzt noch ein paar Hinweise für Euer Endgerät:

  1. Unbedingt den Hinweis des Verkäufers zum Setzen des Mobile APN in Eurem Endgerät beachten, meist: live.vodafone.com
  2. Zur Abrechnung: Die Tageskontingente werden ab Mitternacht Greenwich gerechnet (Profis nennen dies UTC bzw. Zulu Time), egal wo Ihr Euch auf der Welt befindet!
  3. Es gibt auch eine iOS bzw. Android App von Vodafone.IE zum Aufbuchen und Verwalten Eurer Prepaid SIM - Zugriff auf die Apps ist allerdings geo-blocked und daher nicht hilfreich.
  4. Falls Ihr Eure Roaming-SIM einmal aus Versehen in Deutschland benutzt, dann wird natürlich auch ein Tageskontingent fällig.

Die zahlreichen Schritte klingen aufwendig, sind in der Praxis jedoch sehr einfach abzuarbeiten. Wer mit der englischen Sprache keine Probleme hat, wird sich im Vodafone.IE Portal gut zurechtfinden und viel Spass mit seiner neuen Roaming SIM auf Reisen haben.

Schreibt uns einen Kommentar wenn Ihr Anregungen oder weitergehende Fragen habt.

Permalink & Kommentare 06.03.2016

Aviation LJPZ

Aviation -
Alpenüberquerung zur Adria nach Portoroz (LJPZ)

Refueling at Linz international airport (LOWL) in Austria

Planung Eine Flugtour zur Mittelmeerküste hatten wir bereits seit einigen Wochen in der Planung. Je nach gewählter Route ist die Überquerung der Alpen in einem einmotorigen Propellerflugzeug der anspruchsvollste Teil einer solchen Reise.

Es ist sinnvoll, im Vorfeld mit mehreren Routenoptionen zu planen, denn die Sichtflugbedingungen an den verschiedenen Alpenpässen können sich kurzfristig ändern. Selbstverständlich werden aktuelle Luftfahrerkarten entlang der Route benötigt. Eine Aktualisierung der "Hindernisdatenbank" (obstacle database) des bevorzugten Luftfahrt-GPS mag vor dem Trip ebenfalls sinnvoll sein - die Frequenz mit der neue Seilbahnen oder Windräder errichtet werden, ist enorm.

Nach Abwägung aller Optionen haben wir uns am Abflugtag dafür entschieden, die Alpen südlich von Graz an der Grenze zwischen Österreich und Slowenien zu überfliegen. Also vorbei an Passau und weiter nach Österreich für einen Tankstop am internationalen Flughafen von Linz (LOWL).

Praxis Wegen der niedrigen Wolkendecke geht es zunächst an Wien vorbei und dann nach Südwesten über Graz zur slowenischen Grenze.

Visual flight conditions request us to cross the alps by staying below the cloud cover

Unseren Flugplan durch Slowenien haben wir entlang der offiziellen Sichtflugroute bis zur Adria erstellt. Nach dem Grenzüberflug geleitet uns die slowenische Flugsicherung freundlich entlang der Meldepunkte. Wann immer ein anderes Flugzeug auf unserer Route fliegt oder diese kreuzt, erhalten wir detaillierte Verkehrsinformationen per Funk von den Controllern am Boden.

Approaching the Gulf of Trieste after having crossed the Alps between Austria and Slowenia

Portoroz Noch immer hängen niedrige Wolken über den Berggipfeln und die Thermik schüttelt uns auf der Strecke entsprechend. Dann ist es endlich geschafft - nach einer guten Stunde durch die slowenischen Berge erreichen wir die Mittelmeerküste am Golf von Triest. Wir beginnen unseren Sinkflug und der freundliche Towerlotse vom Flugplatz Portoroz gibt uns Hilfestellung für den Landeanflug.

At Portoroz airfield (LJPZ)

Die Landebahn von Portoroz ist immerhin 1200m lang und so gestaltet sich die Landung recht entspannt. Bevor wir die Maschine auf einem Abstellplatz parken, tanken wir bereits jetzt für den Rückflug auf. Das Ground-Handling-Team am Flugplatz ist sehr zuvorkommend und freundlich. Da wird nicht nur bei der Hotelbuchung geholfen, sondern auch gleich der Transfer zum Hotel organisiert. So kann der Kurzurlaub an der Adria beginnen!

Beach time at Portoroz

Die slowenische Adriaküste ist noch eher ein Geheimtipp: Weder Ballermann noch dröhnende Musik oder Massen von Touristen stören hier das Vergnügen. Für Hotelkenner empfielt sich das Kempinski Palace am Strand von Portoroz mit einem (wie wir meinen) makellosen Service.

View across the town of Piran

Piran Ein paar Kilometer nördlich von Portoroz liegt die malerische Kleinstadt Piran. Wer gut zu Fuß ist, der sollte unbedingt den Aufstieg zur alten Festungsmauer hoch oben über der Stadt wagen. Von hier aus kann man beinahe den gesamten Golf von Triest überblicken. Am Horizont erkennt man manchmal sogar die Silhouette von Venedig.

Climbing for more altitude along the coastline of Piran

Selbst der schönste Kurzurlaub neigt sich einmal dem Ende zu und so geht es nach ein paar Tagen wieder zum Rückflug vom Flugplatz Portoroz aus. Mit einer Seitenwindkomponente von 15 Knoten (ca. 28 km/h) gelingt der Start etwas holprig aber noch sicher.

Im Steigflug geht es wieder entlang der Küstenlinie bevor wir in die Berge einkurven. Der Flugwetterbereicht hatte moderate Turbulenzen bis in 5000ft Höhe (ca. 1500 Meter) vorausgesagt. Die Turbulenzen waren anfangs spürbar, liessen aber hinter der ersten Gebirgskette deutlich nach.

Turning final runway 33 Graz international airport (LOWG)

Rückflug
und Fazit
Nach dem Überflug des Alpenkamms legen wir eine kurze Pause in Graz ein. Lustiges Detail: Beim Endanflug auf die Piste 33 von Graz fällt uns eine kleine GoKart-Bahn im Anflugsektor auf, siehe Foto oben. Insgesamt sind wir vom Service an den österreichischen Verkehrsflughäfen begeistert: Prima Service, niedrige Gebühren, Tankwagen kommt zur Parkposition auf dem Vorfeld, etc.
Ein weiterer Stop führt uns dann nach Nürnberg, da wir uns auf Grund der Wettersituation kurzfristig zu einer Übernachtung entschlossen hatten. Auch hier ist das Personal am GAT (General Aviation Terminal) sehr freundlich und serviceorientiert. Am Folgetag erreichen wir dann schliesslich wieder unseren Heimatflughafen.

Unsere Erfahrungen in Kurzform:

  1. Die aktuellen Flugwetterinformationen in Österreich und Slowenien sind absolut essentiell für eine Alpenüberquerung und bestimmen somit die Auswahl einer geeigneten Route.
  2. Die Flugplanaufgabe über das Online-Portal der Deutschen Flugsicherung (DFS) war für alle Flugrouten (auch die Auslandsrouten) problemlos möglich.
  3. Bei schlechtem Wetter ruhig mal einen Ausweichtag einplanen und den Flieger stehen lassen.
  4. Während des Fluges immer per Funk beim jeweiligen Fluginformationsdienst (FIS) registrieren, um wichtige Verkehrsinformationen zu erhalten.
  5. Südlich der Alpen (ab Slowenien) laufen Flüge unter Sichtflugregeln (VFR) praktisch "kontrolliert" ab, d.h. es besteht permanenter Funkkontakt zum FIS, welcher auch Anfragen zur Änderungen der Flughöhe oder -route freigibt.

Eine Tour mit Wiederholungscharakter!

Permalink & Kommentare 21.06.2015

Aviation Garmin

Aviation -
Prop Filter für die Garmin™ VIRB und VIRB Elite Action Kameras

Rolling-Shutter Bildverzerrungen, welche beim Filmen oder Fotografieren durch einen rotierenden Propeller entstehen, sind den meisten Fliegern wohlbekannt. Dieser sog. Rolling-Shutter Effekt tritt im Prinzip immer dann auf, wenn schnelle Bewegungen auf langsame CMOS Fotosensoren treffen. Die Bildinformationen der meisten CMOS Sensoren werden nämlich sequentiell in Zeilen ausgelesen und die benötigte Zeit lässt entsprechende Bildartefakte entstehen. Siehe hierzu eines unserer Fotos von 2014, aufgenommen mit der Garmin™ VIRB Elite.

Garmin VIRB Elite 16MP 4:3 - stock lens - no filter attached

Seit kurzer Zeit bietet Garmin™ einen Prop Filter zum Nachrüsten für die VIRB (und VIRB Elite) Action Kameras an. So ganz billig ist der Spaß nicht: Für ca. 70,- Euro erhält man eine Filter-Vorsatzlinse, welches die serienmäßige Linse ersetzt. Dazu gibt es einen Ersatz-Befestigungsrahmen mit Dichtgummi und Feingewindeschrauben. Werkzeug wird keines benötigt, da ein entsprechender Schraubendreher ebenfalls dem Set beiliegt.

Garmin Prop Filter lens mounted on VIRB Elite

Der Austausch der Klarlinse durch den neuen Filter dauert nur wenige Minuten. Bei entsprechendem Flugwetter geht's dann los mit einem Praxistest und Vergleich mit und ohne Prop Filter.

Praxistest Nach etwa einer Flugstunde sind genügend Einzelbildaufnahmen und kurze Filmsequenzen im Kasten. Nun geht es an die Auswertung bzw. den Vergleich mit den Aufnahmen ohne Prop Filter: Gleiches Flugzeug, gleiche Kamera (VIRB Elite) und nahezu identische Wetter- und Lichtverhältnisse jeweils im Mai 2014 bzw. 2015.

Einzelbildaufnahmen Der Rolling-Shutter Effekt war bei montiertem Filter praktisch nicht mehr sichtbar. Nicht so gut gefallen hat uns die Tatsache, dass alle Einzelbildaufnahmen mit montiertem Prop Filter durchweg unschärfer waren, als die Vergleichsaufnahmen ohne Filter.

Dies ist durchaus erklärbar, da es sich bei dem Prop Filter augenscheinlich um einen optischen Graufilter (auch Neutral Density Filter genannt) handelt, welcher dem CMOS Sensor der Kamera ein dunkleres Bild vermittelt, als tatsächlich vorherrscht - sozusagen eine Sonnenbrille für die ActionCam. Um die geringere Helligkeit mit eingebautem Prop Filter auszugleichen, muss die Steuerung des Kamerasensors die Belichtungszeit nun entsprechend verlängern, was den Rolling-Shutter Effekt neutralisiert. Bei einer längeren Belichtungszeit sorgen jedoch bereits leichte Vibrationen, wie sie in einem Propellerflugzeug unvermeidlich sind, je nach Situation für mehr oder weniger unscharfe (verwackelte) Einzelbilder.

Beispielhaft der Vergleich unserer beiden Fotos: Auf dem Bild am Anfang dieses Artikels ohne Filter. Auf dem Bild unten war der Prop-Filter montiert. Anmerkung: Leider mussten wir beide Bilder verkleinern, da das Orginalformat mehr als 3 MB pro Bild beansprucht. (Klick auf das Bild für ein Pop-Up in 1024x768 - Javascript notwendig.)

Garmin VIRB Elite 16MP 4:3 - prop filter attached

Hier ein paar Tipps für möglichst scharfe Einzelbilder mit montiertem Prop Filter:

  1. Der Montagepunkt der Action Cam im Flugzeug sollte vibrationsarm sein.
  2. Einzelbilder nur in ruhigen Flugphasen aufnehmen - z.B. nicht im Steigflug bei Vollgas
  3. Exzellente Lichtverhältnisse sind notwendig - je mehr Sonnenlicht, desto besser.

Unser bisheriger Kamera-Montagepunkt - der Griff zur Entriegelung der Kabinenhaube - eignet sich jedenfalls nicht mehr uneingeschränkt für Einzelbildaufnahmen mit montiertem Prop Filter

Fazit Flugbegeisterte Besitzer von Garmin™'s VIRB und VIRB Elite Kameras bekommen mit dem Prop Filter eine wirkungsvolle Austauschlinse, welche den üblichen Rolling-Shutter Effekt beim Filmen durch einen rotierenden Propeller auf ein absolutes Mindestmaß reduziert. Der Filter ist sehr wirksam bei Filmaufnahmen unter hellen Lichtverhältnissen. Für Einzelbildaufnahmen aus dem Motorflieger ist der Filter unserer Meinung nach nur bedingt geeignet - die durch den Filter bedingte Verlängerung der Belichtungszeit erfordert einen möglichst vibrationsfreien Montagepunkt der Actionkamera sowie helle Lichtverhältnisse, ansonsten sind unscharfe Einzelbilder die Folge.

Permalink &, Kommentare 17.05.2015

Aviation EDRY

Aviation -
Wochenendausflug nach Speyer-Ludwigshafen (EDRY)

Enroute towards EDRY in FL75

Pirep Das Wetter meint es zum Ende September noch einmal gut mit uns und so entschliessen wir uns kurzfristig, einen Wochenendausflug in die Domstadt Speyer zu unternehmen. Die Flugwettervorhersage hatte für den Samstag noch morgendlichen Dunst vorhergesagt, der sich aber im Verlauf des Vormittags auflösen sollte. Für den Rest des Samstags war dann entlang unserer Flugstrecke broken und scattered Bewölkung in 4.000 ft Höhe vorhergesagt. Der Sonntag sollte sogar nahezu wolkenfrei bleiben - serious CAVOK eben.

Nachdem sich der Dunst gegen Mittag tatsächlich aufgelöst hatte, geht es am Nachmittag dann endlich los. Die Flugstrecke nach Speyer haben wir entlang Aachen sowie Frankfurt/Hahn gewählt. Kurz vor Aachen entschliessen wir uns, für den Rest des Fluges üder die mittlerweile broken Wolkendecke auf FL75 (eine Flughöhe von 7.500 ft. bzw. ca. 2,2 km) zu steigen. Dies hat den angenehmen Nebeneffekt, dass wir somit oberhalb der Kontrollzone des Flughafens Frankfurt/Hahn bleiben und für einen Überflug noch nicht einmal eine Freigabe benötigen würden.

Crossing above Frankfurt-Hahn airport

Notwendige Freigabe oder nicht - die Controller im Tower von Frankfurt/Hahn würden unsere Maschine ohnehin auf ihrem Radar sehen und vermutlich rätseln, ob wir die Flughöhe halten wollen oder nicht. Wir sind daher höflich genug, uns 10 Minuten vor dem Überflug per Funk beim Tower zu melden und unsere Absichten zu erläutern. Das ist alles kein Problem und während wir die Start-/Landebahn von Frankfurt/Hahn in FL75 ziemlich genau in der Mitte überfliegen, lauschen wir auf der Turmfrequenz dem Funkverkehr der an- und abfliegenden Verkehrsflugzeuge.

Turning right base runway 34 EDRY

Eine gute Viertelstunde vor der Ankunft in Speyer-Ludwigshafen leiten wir einen langsamen Sinkflug ein - so viel Flughöhe muss erst einmal abgebaut werden. Über Funk erfahren wir von der Flugleitung in Speyer, dass die Piste in Landerichtung 34 aktiv ist, denn der Wind kommt momentan aus Norden. Als wir in den rechten Gegenanflug der Platzrunde zur 34 einkurven, ist dort so einiges los: Nur 500 ft. über uns kommt uns ein Segelflugzeug entgegen (Speyer-Ludwigshafen hat zwei Segelflugplätze unmittelbar im Norden des Flugplatzes) und schräg versetzt knattert ein Helikopter hinter uns her. Über Funk bestätigen sich alle Maschinen den Sichtkontakt untereinander und die eigentliche Landung gestaltet sich auf der rund 1.400 Meter langen Piste dann sehr entspannt.

Exhibition hall at Technikmuseum Speyer

Als ersten Stopp sollte man eine Parkposition nahe des (supermodernen) Towergebäudes anstreben. Dort begleichen wir unsere Lande- und Stellplatzgeb¨hren für einen Tag. Unsere finale Parkposition ist auf der gegenüberliegenden Seite der Landebahn. Dorthin darf man nicht zu Fuß laufen, sondern muss im Flieger ordentlich Rollen und die Piste vorsichtig kreuzen (Funk!). Durch das Platzrestaurant im Norden kann man den Flugplatz in Richtung Stadt verlassen. Ein vom Flugplatz in die Innenstadt benötigt man in Speyer nicht. Einfach rechts am Technikmuseum vorbei und über den grossen Festplatz (in Wirklichkeit ein Autoparkplatz) ist man nach 15 Minuten am Dom.

Antonov 22 on display at Technikmuseum Speyer

Hotels gibt es in der Innenstadt genug - wir hatten so kurzfristig gar keine Reservierung für eine Nacht und waren beim 2. Hotel sogleich fündig. Und das, obwohl zeitgleich an diesem Wochenende auch die jährliche Science-Fiction Convention im Technikmuseum Speyer nebenan stattfand.
Sofern es nicht gerade Hochsaison ist und keine Grossveranstaltungen stattfinden, sollte man auch kurzfristig problemlos ein freies Hotelzimmer finden.

Boeing 747 on display at Technikmuseum Speyer

Für Abwechslung in und um Speyer ist übrigens gesorgt - da gibt es die Altstadt mit dem Dom und das Technikmuseum direkt neben dem Flugplatz. Im Umland ist dann noch der Hockenheimring (die Rennstrecke) ganz in der Nähe.

Wir haben uns am Sonntag ausgiebig im Technikmuseum Speyer herumgetrieben und waren begeistert - einige Fotoimpressionen seht Ihr hier in unserem Bericht. Darüber hinaus finden sich zahllose weitere Ausstellungsstücke im Technikmuseum, Kostprobe?
Dutzende von Feuerwehrfahrzeugen aus aller Welt, ein Deutsches U-Boot aus den 50er Jahren, ein Seenotrettungskreuzer (!), mehrere Dampflokomotiven, eine F-15 Eagle, zwei F-4 Phantom, einige F-104 Starfighter, ein Löschfluzeug, ein sowjetischer Kampfhubschrauber, eine Sammlung an antiken Motorrädern vielen Oldtimern, dazu noch ein sowjetisches Buran Space Shuttle in einer eigens erbauten «Weltraumhalle» und vieles mehr!

ME109 on display at Technikmuseum Speyer

Fazit: ein Wochenendausflug nach Speyer lohnt sich bei schönem Wetter immer. Der Flugplatz EDRY von Speyer liegt praktisch am Rande der Innenstadt. Je nach Windrichtung hat man einen spektakul&aum;lren Anflug an Dom und Innenstadt vorbei. Am besten einen ganzen Tag einplanen, um das an den Flugplatz angrenzende Technikmuseum zu besuchen.

Permalink & Kommentare 28.09.2014
Aviation UK Travel

Aviation -
Red Bull Air Race 2014, Ascot UK

Matthias Dolderer - Red Bull Air Race 2014, Ascot UK

High Octane Am vergangenen Wochenende hat es den Red Bull Air Race Zirkus in die beschauliche englische Kleinstadt Ascot verschlagen. Ascot ist vielen sicherlich ein Begriff im Zusammenhang mit Pferderennen. Und genau diese Pferderennbahn in Ascot wurde für das Wochenende kurzerhand zum Schauplatz der Air Race umfunktioniert.

Der Begriff Air Race ist allerdings nicht ganz wörtlich zu nehmen. Hier treten Flugzeuge nicht unmittelbar gegeneinander an, sondern es handelt sich um ein Rennen gegen die Zeit - jeder Pilot mit seiner Maschine nacheinander, einzeln und allein. So eine Art von Time-Trial also...

Award Ceremony - Red Bull Air Race 2014, Ascot UK

Auch ohne halsbrecherische Kopf-an-Kopf Action ist für Nervenkitzel gesorgt: So ist die festgelgte Strecke in extrem niedriger Höhe zu fliegen und einige 180-Grad Kurven erfordern zudem enge Wendemanöver.

Noch mehr Fotos und Informationen zur Air Race und dem Rahmenprogramm in Ascot gibt es in unseren Fotobericht mit dem Titel Aviation - Red Bull Air Race 2014, Ascot UK.

Permalink & Kommentare 17.08.2014

Aviation EDKA

Aviation -
Aachen Merzbrück

Approaching Aachen Merzbrück (EDKA), Germany

Short Landing Endlich mal wieder gutes Wetter! Das ist die perfekte Gelegenheit, um mal in Aachen vorbeizuschauen. Im Anflug in die Platzrunde müssen wir noch auf eine Schleppmaschine aufpassen, die mit mit einem Segelflugzeug im Schlepptau startet.

Die Asphaltpiste in Aachen Merzbrück ist recht kurz - lediglich 600m Länge bieten nicht viel Raum für Fehler bei Start oder Landung. Ein Blick in das aktuelle Anflugblatt erspart böse Überraschungen.
Tipp: Wer's geschafft hat sollte auf keinen Fall das hervorragende Restaurant am Eingang zum Flugplatz verpassen - die Eiskrem-Erdbeer-Waffel Kreationen sind legendär!

Permalink & Kommentare 03.05.2014

Aviation

Aviation -
Cruising above Münsterland

Cruising above Muensterland, Germany

Winter Cruise Auch in der kalten Jahreszeit kann das cross country cruising Spass machen. Der Motor hat mehr Leistung durch die kühlere Luft und der Auftrieb ist ebenfalls besser durch die geringere Dichtehöhe. Alles in allem steht einem mehr Leistung zur Verfügung, als an einem heissen Sommertag.

Das ist aber noch nicht alles: In den kalten Monaten hat man selten mit starker Thermik zu kämpfen. Es gibt wenige, warme, aufsteigende Luftmassen, welche so einen Flug in einer leichten Maschine zum Wellenritt verkommen lassen. Gerade wenn man mal Passagiere hat, die etwas ängstlicher sind, ist ein Flug in den kalten Monaten sehr empfehlenswert.
Auf der negativen Seite hat man es in den Wintermonaten natürlich eher mit Sichtbehinderung durch Dunst und Nebel zu tun. Auch da ist Vorsicht geboten und die entsprechenden Sichtminima müssen immer beachtet werden.

Permalink 15.12.2013

Aviation EDDL

Aviation -
Crossing Düsseldorf Intl. Airport Control Zone (EDDL)

Crossing Duesseldorf airport's control zone from the north

Midfield
Crossing
Das Durchqueren von Lufträumen grosser Verkehrsflughäfen mit einem Sport- oder Kleinflugzeug spart u.U. Zeit und Wegstrecke - eine entsprechende Freigabe vom Tower des betreffenden Flughafens natürlich vorausgesetzt. Darüber hinaus ist es ein gutes Training, mal wieder den Funkverkehr mit professionellen Towerlotsen zu üben. Ein wenig Vorbereitung hilft, den Flug stressfrei zu halten: In den entsprechenden Luftfahrtkarten finden sich genug Meldepunkte rund um die Verkehrsflughäfen - hier sollte man sich eine Wunschroute anhand der Meldepunkte schon vorher überlegen. Ausserdem sollte der eigene (oder Charter-) Flieger über einen Mode-S (Radar-)Transponder verfügen. Das hilft den Towerlotsen, die Maschine inmitten des Linienverkehrs zu beobachten.

Bei uns geht's diesmal durch die Kontrollzone von Norden nach Süden immer am Rhein entlang. Nach einer entsprechenden Freigabe durch den Tower über den Meldepunkt November dürfen wir die Start-Landebahnen des Flughafen in der Mitte kreuzen. In entsprechender Höhe ist dies der sicherste Platz oberhalb des startenden und landenden Linien-Flugverkehrs. Nach ein paar Minuten vorbei am Rheinufer und dem Fernsehturm erreichen wir dann auch den südlichen Meldepunkt Sierra. Hier melden wir uns wieder brav ab beim Tower und verlassen die Kontrollzone in Richtung Süden.

Permalink 25.09.2013

Aviation EDWG

Aviation -
Sonntags auf Wangerooge (EDWG)

Approaching Wangerooge Island, North Sea

Pirep Eigentlich wollten wir diesmal ja die westlichste aller deutschen Nordseeinseln, Borkum, besuchen. Aber der aktuelle Flugwetterbericht hatte für diese Region Seenebel und tiefliegende Wolken prophezeit. So haben wir uns stattdessen in letzter Minute für Wangerooge als die östlichste Insel an der friesischen Küste entschieden.

Eine gute Stunde vor Ankunft drehen wir die Flugplatzfrequenz von Wooge Info in unseren Bordfunk. Über Flugfunk steppt der sprichwörtliche Bär: Kaum eine Pause ist auf der Frequenz zu hören. Im Minutentakt bitten anfliegende Maschinen per Rufzeichen um Landeinformationen, welche die Turmbesatzung jedesmal knapp und souverän mit Piste Eins-Null, rechts quer kommentiert. Da gibt es aber auch durchaus humorvolle Momente, wenn der Turm zu bedenken gibt: Ich sehe jetzt zwei Maschinen, die gleichzeitig in den Endanflug drehen... gefolgt von einer trockenen Antwort: Ja schon okay, wir fliegen in Formation....

100+ airplanes already parking at Wangerooge EDWG

Wir schaffen es schliesslich, uns in knapp 800 ft in die Rechtsplatzrunde einzufädeln und melden brav den rechten Gegen- und Queranflug. Unser Vordermann räumt rechtzeitig die Piste, so dass wir bei mässigem Seitenwind eine sichere Landung auf Wangerooge hinlegen können.

Auf der gleichen Funkfrequenz werden ebenfalls die bereits gelandeten Maschinen am Boden koordiniert und zu ihren endgültigen Parkpositionen geleitet. Wie wir später erfahren haben, sind in den ersten drei Stunden des Tages insgesamt 100 Maschinen (und wir mittendrin) hier gelandet. Bei solch einem Andrang ist daher jede Sekunde an Sendezeit auf der Frequenz wertvoll, denn es liegen nur 1-2 Minuten zwischen den landenden Maschinen. Kaum zu glauben, aber wir erhalten sogar noch einen freien Platz in der Nähe des Flugplatzgebäudes.

Final Runway 10 Wangerooge EDWG

Endlich Freizeit! Die Luft hat angenehme 24 Grad Celsius, was eine willkommene Erholung von den 32-35 Grad daheim darstellt. Leider ist die Nordsee noch mit 18 Grad entsprechend kühl, so dass ein Sprung ins Wasser doch eher etwas für Hartgesottene bleibt.

Da die Schulferien gerade erst begonnen haben, findet man am Strand noch zahlreiche freie Plätzchen. Die vielen Restaurants der Uferpromenade laden zum Mittag und wir machen erst einmal Pause im Restaurant Pudding, welches man an der markanten, runden Form unschwer erkennen kann.

Wangerooge Island Central Beach Area

Nach einem ausgiebigen Strandspaziergang und einem Kurzbesuch beim Supermarkt der Insel (Getränke am Sonntag kaufen!) geht es zum Abend dann wieder in Richtung Flugplatz. In konstanter Folge starten die Maschinen der Kurzbesucher wieder, nur gelgentlich unterbrochen von den kommerziellen, zweimotorigen Fliegern im Liniendienst zwischen den Nordseeinseln. Auch wir starten schliesslich wieder in Richtung Süden und werden garantiert mal wieder vorbeischauen.

Unser Fazit: Wangerooge EDWG bietet einen professionellen Service, selbst wenn es in der Luft und am Boden nur so von Flugzeugen wimmelt. Die Insel ist im Vergleich zu anderen Nordseeinseln relativ klein, aber dafür kann man die Innenstadt und den Strand problemlos in wenigen Minuten zu Fuss erreichen. Wichtig zu wissen: Treibstoff gibt es auf der Insel nicht, daher sollte man entweder genug getankt haben, oder einen Tankstopp auf dem Festland einplanen. Einen faltbaren Plan der Insel zum Mitnehmen gibt es im Flugplatzgebäude - dort findet man auch Kontakt-Telefonnummern falls man noch kurzfristig eine Unterkunft benötigt.

Permalink 21.07.2013

Aviation EDRK

Aviation -
Tagesausflug nach Koblenz-Winningen (EDRK)

Pirep Koblenz-Winningen ist so einer dieser Flugplätze, die einem im Gedächtnis bleiben.

Ich hatte schon während meiner PPL Ausbildung das Vergnügen im Rahmen eines Schulungsflugs in Koblenz-Winningen zu landen und zu starten. Insbesondere der visuell beeindruckende An- bzw. Abflug über das Moseltal bleibt lange im Gedächtnis haften.

Auch wer seine(n) Passagier(e) beeindrucken möchte, wird für eine Landung in Koblenz bei schönem Wetter sicher viel Dank ernten.

Auch bei unserem Flug spielt das Wetter hervorragend mit: CAVOK Bedingungen rundherum. Der Wind aus östlichen Richtungen erlaubt eine Landung auf der Piste 06. Jetzt im Frühjahr ist noch relativ wenig Platzrundenverkehr, so dass wir ganz entspannt in den Gegenanflug zur Piste 06 einkurven können. Beim Endrehen in den Queranflug gelingt meiner Copilotrix ein spektakuläres Foto der Moselbrücke. Die Piste liegt links auf dem Bergplateau kurz vor der Autobahnbrücke.

Turning base runway 06 EDRK Koblenz-Winningen

Intermission: Um den gelegentlichen Fragen von nicht-Fliegern hier vorzugreifen: Nein, das Unterfliegen von Gebäuden, Brücken, Antennen u.ä. ist natürlich verboten.

Wer mag, kann in der Umgebung des Flugplatzes die umliegenden Weinberge besuchen. Ansonsten bietet sich das gute griechische Restaurant am Platz zum Verweilen an. In den Sommermonaten tanzt hier allerdings der sprichwörtliche Bär: Die Flieger stehen in dichten Zweierreihen auf den Grasflächen am Vorfeld und das Flugplatzrestaurant ist meist brechend voll.

Unser Fazit: Koblenz Winningen EDRK sollte man im Verlauf seiner Fliegerkarriere mindestens einmal angeflogen haben - vorzugsweise bei schönem Wetter. An schönen Tagen ist beinahe Volksfeststimmung, langweilig wird's daher garantiert nicht.

Permalink 07.04.2013

Aviation

2000 ft above Kamp Lintfort

Cruising above Kamp Lintfort, Germany in an Aquila A210

CAVOK

Clouds and visibility okay! Bei solch hervorragenden Bedingungen hält uns nix mehr am Boden. Über Mittag ist die Thermik auch noch nicht sehr ausgeprägt, so dass sich die Schaukelei in Grenzen hält. Die Aquila A210 steckt die wenigen Turbulenzen unterhalb der Wolkendecke souverän weg. Die Aufnahme entstand in ca. 2000 ft über Kamp Lintfort.

Permalink 20.05.2012

Aviation UAE Travel

Erfahrungsbericht:
Ultraleicht Flugzeugcharter in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate)

Jazirah Aviation Club, Dubai - Aeroprakt A22L Foxbat

Jazirah
Aviation
Club

Schon einmal in einer zweisitzigen Sportmaschine (LSA) über die arabischen Wüsten geflogen? Eine tolle Gelegenheit zur Flugzeugcharter bietet sich für PPL(A) und Ultraleicht (LSA, Microlight) Lizenzinhaber in Dubai. Während unseres letzten Aufenthaltes in Dubai hatten wir das Vergnügen, den Jazirah Aviation Club zu besuchen. Von Dubai (Deira-City) ist das Flugfeld mit dem ICAO Code OMRJ in einer guten Autostunde (per Taxi) erreichbar. Dabei geht es in nordöstlicher Richtung auf der A11 entlang der Küste bis kurz vor Ras-Al Khaimah. Der Club besitzt eine ganze Flotte von Ultraleicht Flugzeugen aus russischer Produktion vom Typ Aeroprakt A22L "Foxbat". Die 500m Asphaltpiste mit der Ausrichtung 16 bzw. 34 ist für die kleinen zweisitzigen Maschinen genau richtig bemessen.

Als Echo-Class Pilot müssen wir uns auch erst einmal in der kleinen Sportmaschine zurechtfinden. Ein kleines Kombidisplay zeigt Motortemperatur und Drehzahl. Sobald die richtige Motortemperatur erreicht ist, kann es losgehen. Das lenkbare Bugrad hilft beim Rollen, während die Bremsen mit einem kleinen Hebel auf der Mittelkonsole betätigt werden. Der Start ist recht unspektakulär und kurz. Im Gegensatz zu "richtigen" Flugzeugen geht es in so einem Ultraleicht eher entspannt zu. Wir steigen mit 100 km/h und achten während des Fluges tunlichst darauf, die von Hersteller gesetzte "do-not-exceed" Geschwindigkeit von 130 km/h nicht zu überschreiten.

Am Himmel über Ras-Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emiratet

In 1000 ft MSL geht es an der Küste des persischen Golfs entlang bis zum Stadtzentrum von Ras-Al Khaimah. Schnell noch einen Blick von oben auf den Palast am Rande der Stadt und dann geht es wieder in Richtung Küste. Der Himmel ist zwar fast immer wolkenlos, aber unter uns liegen aufgewirbelte Schleier aus Wüstensand wie leichter Nebel über dem Boden und erschweren die Schrägsicht.

Am Himmel über Ras-Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate

Man ahnt es schon - der natürliche Feind des VFR Piloten ist in diesen Regionen der Sandsturm und nicht die heimische Gewitterwolke! Gerade noch in Mindestflughöhe geht es über eine Kolonie von Flamingos und dann müssen wir uns wieder hochschrauben. Die Zeit vergeht buchstäblich wie im Fluge und so geht es schliesslich wieder zurück nach OMRJ. Im Landeanflug benötigt der abgestrebte Schulterdecker 70 km/h. Nicht vergessen, dass hier auch schon mal 40 bis 50 Grad Celsius an Lufttemperatur herrschen - das hat selbstverständlich Auswirkungen auf Motor- und Flugleistungen.

Am Himmel über Ras-Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate)

Fazit Zum Solo-Charter muss man seinen PPL(A) JAR FCL Schein in eine arabische Lizenz umschreiben lassen. Das dauert so etwa 3 Wochen. Leider verlangen die lokalen Behörden einen Wohnsitz in den Emiraten für die Sicherheitsfreigabe. Ohne Nachweis eines Wohnsitzes ist ein Umschreiben der Lizenz leider nicht möglich.

Zum Glück ist die Charter mit einem Fluglehrer als Begleiter ohne Bürokratie (nur Reisepass mitbringen!) und ohne Wartezeit fast immer möglich. An Flugzeugen besteht ebenfalls kein Mangel, so dass wir gleich zwei Maschinen inklusive Lehrern adhoc buchen konnten, als wir zu zweit vor Ort waren.

Der ganze Spass kommt auch noch recht kostengüstig daher: Für eine Charterstunde (nass) inklusive Fluglehrer liegt man bei 500,- AED (ca. 100,- EUR). Wer einen Wohnsitz in den Emiraten nachweisen kann und damit eine Lizenzumschreibung erlangt, der kann auch eine Maschine ohne Fluglehrer für 400,- AED (ca. 80,- EUR) pro Stunde chartern.

Wichtig: Für einen adhoc Besuch sollte sollte man Freitags und Samstags (das islamische Wochenende) unbedingt meiden! An diesen Tagen sind nicht nur Flugschüler sondern auch einheimische Besucher in Scharen dort versammelt und bis zu 10 Maschinen gleichzeitig in der Luft. An den restlichen Tagen der Woche geht es jedoch weitaus entspannter zu und man hat meist keine Probleme, auch mal eine Maschine mit Fluglehrer kurzfristig zu buchen. Mehr Infos gibt es auf der offiziellen Homepage des Jazirah Aviation Clubs

Permalink 27.11.2011

Aviation

"...holding point runway 31, ready for departure..."

EDLN airport - holding point runway 31

Neulich

am Rollhalt der Piste 31 auf dem Flugplatz Mönchengladbach. Und wieder einmal ideale Bedingungen für Sichtflug (VFR). Nachdem wir unsere Abflugcheckliste abgearbeitet haben, lassen uns die Fluglotsen im Turm noch etwas warten, da sich noch andere Maschinen im Landeanflug auf die gleiche Piste befinden. Der interessante Stroboskopeffekt auf unserem Foto tritt übrigens immer auf, wenn man durch einen rotierenden Propeller fotografiert.

Permalink 12.06.2011

Aviation

Jak-52

Jak-52 classic soviet twin-seat traing airplane

Jak-52

Ein noch eher seltener Anblick sind klassische Flugzeuge sowjetischer Bauart auf deutschen Flugplätzen. Hier eine zweisitzige Jak-52 auf dem Flugplatz Grefrath. Ursprünglich wurden diese Maschinen zur Ausbildung von Piloten verwendet, mittlerweile erfreuen sich an diesen Modellen immmer mehr Hobbypiloten.

Permalink 08.06.2011

Aviation

Crosswind Training Day

EDLN airport - 8knots crosswind and perfect VFR conditions

8 Knoten
Seitenwind

Exzellente VFR (Sichtflug) Bedingungen und dazu noch 8 Knoten Seitenwindkomponente (crosswind). Ein idealer Tag also, um Landungen bei Seitenwind intensiv zu üben. Puuuh, nach einer Stunde (und 10 Starts bzw. Landungen) reichts dann aber auch: Der Flieger kommt wieder in den Hangar und für uns gibt es zur Belohnung ein Weizenbier.

Permalink 03.06.2011
Aviation USA Travel

Aviation -
Sun ’n Fun Fly-In, Lakeland Florida 2014

Aerostars Team - Sun ’n Fun Fly-In 2014, Lakeland, Florida, USA

Lakeland Linder Regional Airport im sonnigen Florida ist der alljährliche Veranstaltungsort für die wohl zweitgrößte Flugshow und Fly-In (nach Oshkosh) in unserem Sonnensystem.

Eine volle Woche lang mutiert das gesamte Areal zu einem Woodstock der Luftfahrt: Hunderte von Privatflugzeugen landen dort zum Camping auf den Freiflächen entlang der Rollwege. Dazu gesellen sich professionelle Aussteller, Clubs und natürlich zehntausende von Besuchern, die mit dem Auto anreisen.
Tausende von Starts und Landungen sind notwendig, um die an- und abfliegenden Flugzeuge sowie die zahlreichen Airshows zu bedienen, die täglich am Himmel über dem Gelände von 13:00 bis 17:00 stattfinden. Das besondere Highlight war diesmal die Performance der Blue Angels Kunstflugstaffel, die nach langer Pause mal wieder eine Show der Extraklasse in Lakeland boten.

Blue Angels Diamond Formation - Sun ’n Fun Fly-In 2014, Lakeland, Florida, USA

Wem das alles noch nicht reichte, der konnte stundenlang die riesige Menge an ausgestellten Flugzeuge hautnah bewundern: Da gab es eine Sektion mit komplett restaurierten Warbirds aus dem 2. Weltkrieg zu bestaunen genauso wie eine Sammlung russischer YAK Maschinen und ausgedienten Düsenjägern in Privatbesitz. In den USA sind manche Hobbies eben etwas extremer als anderswo...

Fantastische Fotos sind garantiert - schaut daher mal rein in unseren Fotobericht mit dem Titel Aviation - Sun ’n Fun Fly-In 2014.

Permalink & Kommentare 12.04.2014

Aviation Tecnam

Aviation - Tecnam P2002 JF

Aircraft Für alle frischgebackenen Inhaber einer Privatpilotenlizenz stellt sich nach der Ausbildung die Frage: Wie will ich zukünftig fliegen? Im Prinzip bieten sich drei verschiedene Varianten an, welche allesamt verschiedene Vor- und Nachteile mit sich bringen, diese sind: Charterkunde, Haltergemeinschaft oder eigenes Flugzeug. Die Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen.

Auch uns fiel die Entschiedung damals nicht leicht und an dieser Stelle wollen wir Euch kurz jenes Flugzeug vorstellen, mit dem wir seither rund 99% aller Missionen fliegen.

Unsere Anforderungen waren überschaubar: Eine Single-Prop Reisemaschine für zwei Personen plus Gepäck. Dazu eine Reichweite von mindestens 800 km bei niedrigem Verbrauch.

Die Tecnam P2002 JF mal als Pop-Art

Nachdem eine Reihe von Gebrauchtmaschinen durch unser eigenes Bewertungsraster gefallen waren, fiel unsere Aufmerksamkeit auf eine "junge gebrauchte" Tecnam P2002 JF. Die Maschine erfüllte alle unsere Anforderungen. Darüber hinaus war die Avionikausstattung mit einem Mode-S Transponder und einem ELT auf dem neuesten Stand. Lediglich das eingebaute "portable" GPS mussten wir durch ein aktuelles Neugerät samt Einbaurahmen ersetzen, da der Vorbesitzer sein altes Gerät behalten wollte.

Wen's interessiert, der findet weitergehende technische Details auf der Webseite des Herstellers Tecnam.

Hersteller:           Tecnam
Modell:               P2002 JF
Motor:                Rotax 912 S2, 100 PS
Kapazität:            2 Personen
Reisegeschindigkeit:  ca. 100 kts (185 km/h)
Verbrauch:            16-17 l/h
Treibstoff:           Super95, Super98, AVGAS
Reichweite:           ca. 550 NM (1.000 km)
MTOW:                 580 kg (optional 620 kg)
Besonderheiten:       starres Fahrwerk

Die Flugzeugzelle und Tragflächenkonstruktion der P2002 JF ist komplett aus leichtem Stahl bzw. Aluminium. Die angegebenen Verbrauchswerte haben wir übrigens über mehrere Monate ermittelt.

Unser Fazit: Die P2002 JF besitzt recht gutmütige Flugeingenschaften. Das steuerbare Bugrad und die stufenlosen Landeklappen (bis 40 Grad in Fowler-Bauweise) senken den Stresslevel bei Starts und Landungen ungemein. Theoretisch kann die Maschine im normalen Reiseflug bis zu 5 Stunden in der Luft bleiben und hätte immer noch eine Reserve in den Tanks. In der Praxis fliegen wir allerdings selten Strecken von mehr als 3 Stunden.
Wenn wir Kritikpunkte suchen müssten, so wären dies die relativ schwache Heizung im Winter sowie manche komplexen Wartungsschritte (Treibstoffleitungen).

Nur um Verwechslungen zu vermeiden: Es handelt sich bei der P2002 JF um ein zertifiziertes Flugzeug und nicht um ein sog. Ultraleicht-Flugsportgerät (UL). Tecnam bietet eine UL-Variante dieser Maschine unter der Bezeichnung P2002 "Sierra" an, diese "Sierra" ist jedoch keinesfalls baugleich, sondern stark "abgespeckt" und z.T. mit völlig anderen Komponenten ausgestattet.

Permalink 31.03.2013

Aviation EDWB

Aviation -
Tagesausflug nach Bremerhaven (EDWB)

Pirep Und wieder mal so ein Samstag, der sich sich für einen Tagestrip anbietet. Die Flugwettervorhersage passt hervorragend: Sicht okay, hohe Bewölkung, kein Niederschlag im Norden. Aber starker Wind aus nördlichen Richtungen mit 15-20 kts, in Böen auch 25 kts vor allem an der Küste macht eine sorgfältige Flugplanung notwendig, da wir nicht unbedingt das maximale Limit unserer Maschine für Seitenwind testen wollen. Welche Flugplätze an der Nordseeküste besitzen nun Landebahnen mit einer Nord-Süd Ausrichtung? Die Wahl fällt schnell auf Bremerhaven - mit seiner rund 1000 m langen Asphaltpiste und einer Ausrichtung von 16/34 ist dieser Landeplatz genau das Richtige unter diesen Bedingungen.

Turning final runway 34 EDWB Bremerhaven

Sicherlich, die Insel Borkum besitzt auch eine passende Landebahn mit 13/31 Asusrichtung, aber wie wir im Verlauf des Tages noch sehen werden, liegt über den ostfriesischen Inseln zuerst Nebel und dann niedrige Bewölkung; - kein echter Spass. Ein paar Regenschauer noch abgewartet und dann die ersten Aussenchecks der Maschine, so dass wir gegen Mittag starten.

Richtige Wolken haben sich noch nicht gebildet aber durch eine Inversionsschicht um 5000 ft ist die Sicht eher zweigeteilt. Jeder Flieger kennt diesen Anblick, wenn der Himmel aussieht, als gäbe es einen zweiten Horizont mit einer scharfen Kante hoch über dem Erdboden. Also schnell auf FL075 (7500 ft MSL) steigen und die freie Sicht geniessen. Dank Mode-S Transponder kein Problem. Hier oben ist auch der Wind aus Norden nur noch leicht spürbar - beide GPS zeigen knapp 95 kts über Grund. Auf dem Rückflug sollen es dann übrigens mehr als 105 kts sein.

Vorbei geht es an Münster und Bremen. Dann leisten wir uns noch einen Überflug über Oldenburg, um schliesslich im Sinkflug entlang der Wesermündung auf Bremerhaven zuzusteuern. Bis auf ein paar vereinzelte Thermikwölkchen ist der Himmel immer noch klar. Dank eines frühzeitigen Anrufs per Funk wissen wir bereits, dass lediglich eine einzelne Cessna 172 Ihre Trainingsplatzrunden über Bremerhaven dreht.

Ein Tipp für andere Piloten, die Bremerhaven von Süden her anfliegen: Man kann dem Lauf der Weser prima folgen, der Fluss macht vor der Küste eine Kurve nach Osten. Im Ostufer deser Kurve liegt der Flugplatz Bremerhaven - das Einfädeln in die Platzrunde ist von da ab ein Kinderspiel.

Humboldt penguins as seen in the Zoo am Meer, Bremerhaven

Wir reihen uns hinter der Platzrunden-Cessna ein und beginnen den Anflug auf die Piste 34. Der Wind wird uns vom Turm mit 17-20 kts aus 320 Grad angekündigt. Das sollte passen - nur 20 Grad Windversatz zur Piste senken meinen Pulsschlag massgeblich. Im Queranflug wird es nochmal interessant als der Wind mit 20 kts rechtwinklig in die Seite drückt. Ich habe mich für einen langen Endanflug mit lediglich 15-Grad Landeklappen und entsprechend höherer Anfluggeschwindigkeit entschieden.

Das ist einfachste Mathematik: 60 Knoten im Endanflug plus 20 kts Wind bzw. plötzlichen Böen ergeben im schlimmsten Fall eine Geschwindigkeit von 80 kts durch die Luft. Das wäre deutlich über dem strukturellen Limit des Herstellers von maximal 68 kts bei vollen Landeklappen. Fährt man die Landeklappen nur bis 15 Grad aus, so erlaubt dies ein deutlich höheres Limit von 96 kts bei unserer Maschine. Da kann man sogar noch 10 kts schneller anfliegen um noch ein paar Reserven zu haben, falls der Nordwind plötzlich ausbleibt. Der Nachteil liegt jedoch daran, dass die höhere Anfluggeschwindigkeit (=kinetische Energie) beim Ausschweben über der Landebahn erst einmal abgebaut werden muss, bevor das Flugzeug aufsetzt. Und so kommt es dann auch - nach dem Abfangen schweben wir "endlose" Sekunden die Landebahn entlang - in wenigen Zentimetern über dem Boden, wohlgemerkt. Dann ein Ruck, das Hauptfahrwerk setzt auf und kurz darauf das Bugrad - perfekt. Wir haben nur etwa die Hälfte der Landebahn benötigt. Während wir ausrollen, drücken die Böen gegen die Maschine.

Submarine on display in Bremerhaven

Mit Hilfe der freundlichen Turmbesatzung bekommen wir sogar einen windgeschützten Stellplatz zwischen zwei Hangargebäuden. Schnell die Landegebühren bezahlt und die Turmbesatzung bestellt uns sogar noch ein Taxi in die Innenstadt. Endlich Freizeit! Die Taxifahrt selbst dauert nur etwas mehr als 10 Minuten. Wir lassen uns am Zoo am Meer" absetzen. Im Gegensatz zu anderen Tierparks setzt man beim "Zoo am Meer" eher auf Klasse statt auf Masse. Es sind zwar nur wenige Tierarten dort zu sehen, aber diese besitzen vergleichsweise grosse Gehege bzw. Flächen. Ein Rundgang führt durch das gesamte Gelände.

Natürlich gibt es in Bremerhaven noch viel mehr zu sehen. Da ist zum Beispiel das Schiffahrtsmuseum und auch zahlreiche Museumsschiffe, welche in entsprechenden Hafenbecken festgemacht sind. Wir entscheiden uns für die Besichtigung eines alten deutschen U-Bootes aus den 60er/70er Jahren des kalten Krieges. Der Innenraum ist touristenfreundlich angepasst und viele Tafeln mit Beschreibungen liefern Hintergrundinformationen zum U-Boot und dessen Ausstatung. Danach reicht die Zeit noch für einen Bummel durch die Innenstadt bzw. Fussgängerzone.

Takeoff runway 34 EDWB Bremerhaven

Der Rückflug am Abend unterscheidet sich im Prinzip nicht vom Hinflug. Der Wind aus nördlichen Richtungen ist immer noch ebenso frisch wie am Mittag. Mit soviel Gegenwind am Start hat man natürlich eine spektakuläre Steigrate. Dafür geht's "über Grund" ja auch deutlich langsamer voran. Kurz nach dem Start kurven wir über der Weser wieder nach Süden. Je höher wir fliegen, desto weniger macht sich wieder der Nordwind bemerkbar. Oberhalb von 5000 ft kommt schliesslich nur noch ein laues Lüftchen aus nördlichen Richtungen. Rechtzeitig vor der Schliessung des Flugplatzes erreichen wir die Platzrunde. Die letzte Landung des Tages - diesmal mit Seitenwind, da wir in West-Ost Richtung landen, aber auch dies klappt problemlos. Jetzt nochmal nachgetankt (für den nächsten Trip) und dann lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Unser Fazit: Bremerhaven EDWB ist als Zwischenstopp oder Tagesausflug sehr empfehlenswert. Der Flugplatz liegt sehr zentral und es gibt genug Sehenswürdigkeiten, die einen Aufenthalt von 1-2 Tagen rechtfertigen. Die Infrastruktur am Platz ist hervorragend und das Terminalgebäude ist schlichtweg spektakulär! Als Besonderheit bietet Bremerhaven eine der wenigen Landebahnen im Umland mit Nord-Süd Ausrichtung (16/34). Anmerkung: Eine zweite, kürzere Piste mit der Ausrichtung 07/25 steht ebenfalls auf Anfrage zur Verfügung. Schade, falls dieser Flugplatz nach den aktuellen Plänen der Landesregierung in einigen Jahren geschlossen werden sollte.

Permalink 08.06.2013

Aviation

Winter

Right Traffic circuit over EDLD - aircraft: Tecnam P2002JF

Icing conditions Solange keine Vereisung droht und man den Wolken nicht zu Nahe kommt, kann das Fliegen in einem Kleinflugzeug auch im Winter viel Spass machen. Mit ein paar Touch-and-Go Trainingsrunden über Dinslaken haben wir diesen Wintertag ausklingen lassen. Der Seitenwind war hierbei minimal und die Sicht hervorragend. In der kalten Luft ist die Motorleistung auch deutlich besser, als an einem warmen Sommertag. Auf der Piste befanden sich noch ein paar kleine Schollen aus Eis, so dass wir beim ersten Beschleunigen entsprechend die Ruder (Bugradsteuerung!) sehr behutsam und filigran einsetzen. Aufsetzen und Durchstarten stellen dann kein Problem mehr dar - lediglich bei der Abschlusslandung bremsen wir mit dem Hauptfahrwerk möglichst sanft ab.

Permalink 13.12.2012

Aviation EDWF

Aviation -
Tagesausflug nach Leer-Papenburg (EDWF)

Pirep Ein Feiertag in Deutschland - da nutzen wir doch glatt die Gelegenheit zu einem Abstecher ins tiefste Ostfriesland. Der Wind ist schwach und die Vorhersage kündet von einigen Cumuluswolken in 4000  ft.

Diesmal fiel die Wahl auf Leer-Papenburg am nordwestlichen Rand der Republik. Bei dieser Gelegenheit wollen wir die Steigrate unserer Maschine einmal testen. Vollgetankt und mit zwei Personen besetzt klappt der Start mit Leichtigkeit. Dies sollte uns auch nicht überraschen - liegt das Gewicht so ohne Gepäck noch deutlich unter dem MTOW von 580 kg.

Turning final runway 08 EDWF Leer-Papenburg

Da die Thermik in niedriger Höhe von 2-3000 ft ein wenig nervt und wir ebenfalls dem meisten Ultraleicht- und Segelflugverkehr aus dem Wege gehen wollen, entscheiden wir uns weiter zu steigen. In 4-5000 ft beginnen vereinzelte Cumuluswolken. Nachdem wir eine ausreichend grosse Lücke identifiziert haben, fliegen wir im Steigflug einen Vollkreis. Schliesslich erreichen wir die Wolkenobergrenze und setzen unseren Flug nach Halbkreisflugregeln in 6500 bzw. 7500 ft fort. Nach einiger Zeit beginnen wir unseren Sinkflug und melden uns per Funk Bei Leer Info an.

Es herrscht moderater Verkehr in der Luft über um Platz. Als wir in den Gegenanflug der Platzrunde einschwenken sind wir jedoch die einzige Maschine im Anflug. Etwas Fingerspitzengefühl ist beim Quer. und Endanflug auf die Piste 26 gefragt - nur nicht zu niedrig, denn dort verläuft eine Hochspannungleitung in Platznähe. Ansonsten ist die Piste mit 1200 m Länge und der Ausrichtung 08/26 üppig bemessen.

Jetzt noch den kleinen Wassergraben vor der Pistenschwelle überflogen und eine butterweiche Landung bei nahezu Windstille hingelegt.

Happy cows near Leer-Papenburg

Die Turmbesatzung ist sehr zuvorkommend und dirigiert uns virtuos auf eine Abstellfläche aus Asphalt direkt vor dem Zaun des Flugplatzrestaurants. Prima. Nochmals vielen Dank für die Hilfe. Gerade auf unbekannten Flugplätzen ist man als Pilot immer dankbar für eine solch aufmerksame Turmbesatzung.

Nach Kaffee und Kuchen im Flugplatzrestaurant erkunden wir noch ein wenig die umliegende Gegend. Uns fallen die vielen, entspannten (und glücklichen ?) Kühe auf den Weiden auf. Die Kühe sind offenbar Touristen gewohnt und beobachten uns aufmerksam beim fotographieren.

Broken clouds on return

Schliesslich ist es Zeit, wieder in Richtung Heimat aufzubrechen. Auch während des Rückfluges entscheiden wir uns, "on-top" zu fliegen, d.h. über den Wolken. Allerdings werden die Wolkenfelder unter uns immer dichter, so dass wir uns eine halbe Stunde vor dem Ziel entscheiden, wieder durch eine Lücke zu sinken und den Flug unter der Wolkendecke fortzusetzen. Dies sollte sich später als richtige Entscheidung erweisen, denn über unserem Zielflughafen war die Wolkendecke zum Abend nahezu geschlossen und wir hätten einen Umweg in Kauf nehmen müssen. So aber geht es ohne Umwege direkt in die Platzrunde, gefolgt von einer reibungslosen Landung.

Unser Fazit: Leer-Papenburg EDWF lohnt sich als Ausweichflugplatz insbesondere dann, wenn man nicht die Nordseeinseln anfliegen kann oder möchte. Das freundliche Team am Platz ist uns ebenso positiv in Erinnerung geblieben.

Permalink 01.05.2013

Aviation EDAZ

Aviation -
Ein Wochenende in Berlin-Schönhagen (EDAZ)

Turning final runway 07 EDAZ Berlin-Schönhagen

Pirep Die Wettervorhersage hatte Kaiserwetter für das gesamte Wochenende angekündigt, so dass wir kurzentschlossen einen Wochenendtrip nach Berlin ins Auge fassen.

Die Auswahl an Landeplätzen im Berliner Umland ist enorm. Dank der zahlreichen positiven Kommentare anderer Piloten haben wir uns für den Flugplatz Schönhagen entschieden. Schönhagen liegt ca. 50 km südwestlich vom Stadtzentrum und das umfassende Serviceangebot dort erleichtert die Durchführung unseres Wochenendtrips erheblich: Vor unserem Abflug aus dem westlichen Ruhrgebiet reservieren wir gleich noch ein Apartment direkt am Flugplatz - dies klappt recht unkompliziert per Telefon.

Durch ein paar Verzögerungen schaffen wir unseren Abflug erst am späten Samstag Vormittag. Ausser ein paar Dunstschleiern gibt es nur wenige Cumuluswölkchen bis in ca. 4000 ft Höhe. Daher steigen wir zunächst auf eine Reiseflughöhe von 7500 ft. In dieser Höhe bremst uns jedoch ein kräftiger Wind aus Nordost um rund 15 kts. Etwas tiefer war der Gegenwind nicht ganz so stark - daher sinken wir wieder auf 5500 ft und setzen unseren Reiseflug dort fort.

Departure from runway 07 EDAZ Berlin-Schönhagen

Ausser ein paar Wolken über dem Harz bleibt es bei den gelegentlichen Cumuli unter uns in 3-4000 ft. Dann geht es auch schon im sanften Sinkflug hinunter in Richtung Schönhagen. Der Flugplatz liegt unter der 2500 ft "Decke" des Luftraums von Berlin. Da müssen wir drunter. Die Thermik ist über Mittag sehr ausgeprägt und schüttelt uns dementsprechend durch. Als ob das nicht reicht, erwartet und auch noch eine Seitenwindkomponente von 8 kts im Endanflug und die glühendheisse Asphaltpiste sorgt mit einem warmen Luftkissen für ein entsprechend langes (und nerviges) Ausschweben.

Nach dem Abrollen von der Piste hilft uns die sehr professionelle Besatzung des Turms weiter: Wir tanken für den Rückflug am Sonntag schon einmal auf und bekommen sogar noch einen Hallenplatz zugewiesen, den wir hinter einem "Follow-Me" Fahrzeug ansteuern dürfen. Jetzt noch etwas Papierkram für einen Leihwagen ausgefüllt und dann holen wir endlich den Schlüssel zu unserem reservierten Apartment ab. Das Zimmer (inkl. Dusche, WC, Fernseher und Minibar) ist stilvoll mit Applikationen aus Aluminium eingerichtet, welche an Flugzeugbau erinnern. Nach einer erfrischenden Dusche geht es dann ins knapp 40 Minuten entfernte Stadtzentrum Berlins. Dort verbringen wir einen tollen Abend, bevor wir wieder in unser Apartment zurückkehren.

Passing the city of Goslar at the edge of the Harz mountains

Am Sonntag stehen noch ein paar Familientermine auf dem Programm und dann geht es am Nachmittag schon wieder auf den Heimflug. Die gesamte Strecke ist diesmal nahezu wolkenfrei und ein leichter Rückenwind hilft uns in 6500 ft auf unserem Weg nach Westen. Die Aussentemperatur beträgt übrigens in dieser Höhe und zu dieser Jahreszeit nur rund 10 Grad Celsius, so dass wir uns trotz der intensiven Sonne eine angenehme Temperatur im Cockpit "mischen" können.

Unser Fazit: Berlin-Schönhagen EDAZ besticht durch ein hochprofessionelles Team an Flugplatzmitarbeitern und einem reichhaltigen Serviceangebot direkt am Platz. Egal ob verschiedene Treibstoffsorten (Mogas, AVGas, Jetfuel), Gästeapartments, Werkstätten, Restaurant oder Mietwagen - hier gibt es (fast) alles am Platz. Berlin-Schönhagen ist somit unsere erste Wahl bei der Planung von Flugtouren nach Berlin.

Permalink 07.07.2013

Aviation

The Aviators - Season 5 Teaser

1-2-3-4 Ein absolutes Muss für alle Flug- und Luftfahrtbegeisterten ist die leider hierzulande wenig bekannte Serie The Aviators. Die Dokumentarserie vermittelt ein authentisches Bild zu Themen der General Aviation sowie zu Zivil- und Militärluftfahrt. Die Moderatoren der Serie sind allesamt selbst Piloten bzw. Flugzeug-Eigner, so dass die Beiträge zum Glück ohne künstliche Dramatik auskommen. Mittlerweile ist die 4te Season bereits in den USA und Canada auf DVD und BluRay erhältlich.

Was uns auffiel: Manche Episoden der ersten Staffel sind in der Bildqualität zwar noch gut, aber nicht überragend. Dies bessert sich kontinuierlich und ab der 3. Staffel sind die HD-Aufnahmen einfach der Hammer! Ein Release in Europa ist nicht in Sicht, daher bleibt allen Interessierten nur der Griff zum Eigenimport (Regioncodes der DVDs bzw. BluRay beachten!). Wer es dennoch wagt, der wird die einzelnen Episoden/Seasons verschlingen. Auf der offiziellen Website von The Aviators gibt es wie immer mehr Infos.

Permalink 29.01.2014

Aviation

Junkers JU-52 Rundflüge

Junkers JU-52 at Mönchengladbach Airport

1932

wurden die ersten Exemplare dieser Dreimotorigen Maschine aus deutscher Junkers Produktion mit der Bezeichnung JU-52/3m in Dienst gestellt. Das Flugzeug mit dem markanten Wellblechrumpf konnte gleichsam als Verkehrflugzeug oder als militärische Transportmaschine eingesetzt werden. Gerade im zivilen Bereich wurden nicht nur zahlreiche Exemplare von der damaligen Lufthansa zur Personenbeförderung eingesetzt, sondern auch an Betreiber in aller Welt exportiert. Die Robustheit der Konstruktion und die kurze Start- und Landestrecke überzeugten im Vergleich mit den Modellen anderer Herstellern jener Zeit.

Junkers JU-52 at Mönchengladbach Airport

Wer solch einen Oldtimer mal aus der Nähe sehen möchte oder sogar mitfliegen will, der kann bei schönem Wetter zum Beispiel einen Ausflug zum Flughafen Mönchengladbach unternehmen. Dort starten gelegentlich zwei restaurierte JU-52 zu Rundflügen ins Umland. Die entsprechenden Rundflugtickets kann man auch kurzfristig vor Ort kaufen, aber bei gutem Wetter sollte man schon einige Minuten Wartezeit einplanen. Alle Termine und auch Infos zu Starts von anderen Flughäfen gibt es auf dem offiziellen JU-52 Rundflug Portal.

Permalink 01.08.2010


 

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