Das Genre
der Music Rhythm Video Games ist offenbar doch noch nicht am Ende. Stattdessen vollzieht sich still und leise eine Evolution hin zur Musik mit "echten" Instrumenten als Game-Controller.
Wenn man dem Marketing-Hype von Rocksmith glauben schenken darf, dann sind die peinlichen Zeiten vorbei, in denen sich Möchtegern-Gitarreros mit peinlichen Plastikgitarren vorm Bildschirm hockten. Mit virtuoser Beherrschung eines Instruments hatte dies ohnehin nicht viel zu tun.
Hey, einen Moment mal! Kann es sein, dass die Marketing-Strategen von Rocksmith etwa eine ganz andere Zielgruppe im Auge haben, als die "Casual-Gamer" Generation a la Nintendo-Wii?
Na ganz sicher doch! Mit Rocksmith werden die ernsthaften Hobbygitarristen angesprochen (und solche, die es werden wollen).
Das neue Interface soll (endlich) den Einsatz Eurer "echten" Gitarren ermöglichen. Also schnell Eure angestaubte 61'er Gibson Les Paul Custom hervorkramen, Klinkenkabel zur PS3 (oder XBox 360) anschliessen - und fertig!
Neue Algorithmen bei der Ton- und Saitenerkennung machen's möglich und auch das Thema Gitarrenamp-Simulation dürfte für ernsthafte Hobbygitarristen interessant werden.
Warten wir also mal ab, was da noch alles kommt - vielleicht sorgt Rocksmith sogar dafür, dass die leidigen Übungssessions nicht gar so langweilig sind...
Kurzrezension Beinahe vier Jahre mussten wir auf das aktuelle Nachfolgealbum der Londoner Metal-Formation Dragonforce warten. Einer der Gründe für die lange Pause der Band war u.a. die Tatsache, dass man sich vom langjährigen Frontmann, ZP Theart wegen musikalischer Differenzen getrennt hatte.
Vocals Dank YouTube™ wurde mit Marc Hudson mittlerweile ein Ersatzmann gefunden der nicht nur vollauf überzeugen kann, sondern über weite Strecken auch variantenreicher als sein Vorgänger daherkommt. Statt dem etwas nasalen Gesang des Vorgängers kommt bei Hudson jede Textzeile kristallklar zu Geltung wie er u.a. im Song Seasons anschaulich demonstriert. Stellenweise erinnert der Gesang ein wenig an die früheren Dream Theater (e.g. Images and Words) und das meinen wir durchaus positiv!
Songwriting Die wichtigsten Veränderungen sind jedoch im Songwriting zu finden: Statt überlanger Songs von ehemals 6 bis 8 Minuten Länge sind alle Tracks des aktuellen Albums auf 4 bis 5 Minuten eingebremst (der Song Wings Of Liberty mal ausgenommen). Der Intensität und Power tut dies keinen Abbruch, im Gegenteil: Durch die kürzeren Songs kommt man sehr diszipliniert zur Sache und die Instrumentaleinlagen unterstützen endlich einmal den Spannungsbogen eines Songs, anstatt eine Spielwiese für Instrumentalakrobatik zu bieten.
Mix Leichte Variationen gibt es ebenfalls bei der Abmischung: Im Vergleich zum Vorgängeralbum Ultra Breakdown sind die Keyboards etwas in den Hintergrund getreten, wogegen die Bassgitarre deutlich mehr Präsenz zeigt und von den gelegentlichen "Feuerpausen" der Gitarren profitiert. Das Finetuning hat sich gelohnt - das aktuelle Album ist weitaus "angenehmer" zu hören, als die Vorgängeralben.
Ein tolles Beispiel ist das Hymnen-artige Cry Thunder mit einem eingägigen Refrain, Hudson's Solostimme im Wechsel mit dem Chorgesang der Band sowie den knackigsten Solopassagen, die man seit langem gehört hat. Den hochoffiziellen Videoclip zu Cry Thunder gibt's hier:
Ausnahmen bestätigen die Regel auch auf dem aktuellen Album: So hätte der Song Die By The Sword auf jedes der vier Vorgängeralben gepasst, gerade weil die Instrumentalpassagen und Zwischenstücke dort etwas lieblos aneinander gereiht klingen - eben old-style Dragonforce.
Aber eingefleischte Fans brauchen sich dennoch keine Sorgen zu machen: Im Ergebnis klingt der Longplayer immer noch unverwechselbar nach Dragonforce. Bei den Harmoniefolgen bleibt die Band auf bekanntem Terrain und auch das Tempo der meisten Songs ist immer noch genauso halsbrecherisch wie auf den Vorgängeralben. Ebenso liegt die Banalität der Songtexte auf dem gewohnten Niveau: Fantasy Fans und Videogamer von World of Warcraft™, Warhammer 40k™: Space Marines und Co. werden sich ganz zu Hause fühlen, denn die Texte passen wieder in die Schubladen "marching on to victory", "slaying demons", "battling against evil" und "fighting for glory and freedom".
Oder mit anderen Worten: Fans der Vorgängeralben wird ungefähr jede zweite Textzeile sonderbar vertraut vorkommen.
Fazit Mit dem Album The Power Within vollziehen Dragonforce einen "internen" Quantensprung. Hier spürt man, dass die Band (zum ersten Mal?) eine gesunde Balance zwischen instrumentaler Egomanie und ihrem eigenen Songwriting gefunden hat. Das Album ist trotz einiger kleiner Unvollkommenheiten (Lyrics) ein Beweis, dass es weder Orchesterbombast noch dreiminütige High-Speed Gitarren-Shredding-Soli oder Acht-Minuten Songs braucht, um modern klingenden Power-Metal zu produzieren. Produktionstechnisch ist das Album ebenfalls auf höchstem Niveau - die Abmischung ist crisp und druckvoll - Instrumente sind eindeutig identifizierbar. "Soundbrei" bzw. Verdeckungseffekte kommen erst gar nicht auf. Nach diesem Album liegt die musikalische Messlatte für Power-Metal eindeutig höher. Ein Meilenstein.
Hier die komplette Tracklist zu The Power Within :
Auf der offiziellen Website von Dragonforce gibt's wie immer mehr Infos und aktuelle Tourdaten.
Anspieltipps: Cry Thunder, Seasons und Last Man Stands.
Kurzrezension
Eine Metal-Band welche den eigenen Stil als "Gothic Symphonic Metal" beschreibt - inklusive Frontfrau für den Gesang? Woran erinnert uns das bloss? Scherz beiseite...
Das mittlerweile dritte Album der Band Nemesea kommt recht langsam in Fahrt; dies war unser Ersteindruck nachdem bereits sieben Songs verstrichen waren, ohne dass auch nur ein einziger Track mit Ohrwurmqualitäten positiv hängengeblieben wäre. Da half weder das geflüsterte und recht unerträgliche Opening The Quiet Resistance noch die aufgesetzt wirkende Dramatik von Whenever. Auch ein Einschlafsong wie If You Could, hätte besser zu einem fiktiven Titanic II Soundtrack gepasst, als auf ein Gothic-Symphonic-Industrial (?) Metal Album.
Mit 14 Tracks ist der Umfang des Albums jedoch beachtlich und wer bis zur Halbzeit durchhält, wird (doch noch) mit einem Feuerwerk der niederländischen Band belohnt: It's Over klingt einfach sagenhaft toll, als wenn man die frühen Linkin' Park mit skandinavischen Female-Fronted Symphonic Metal gekreuzt hätte, alles klar? Mehr davon auf dem nächsten Album, bitte! Da verschmerzt man es auch, wenn mit I Live kurz wieder die Bremse angezogen wird. Zum Glück geht's mit Stay With Me kurzfristig bergauf' um dann in der herrlich-unerwarteten Rammstein-Hommage des Bonus-Tracks Allein zu enden.
Fazit Auf dem Album The Quiet Resistance ringen Pop- und Industrial-Metal Einflüsse um die Vorherrschaft. Dementsprechend wechselt der Schwerpunkt der Stilmittel munter zwischen den einzelnen Songs, wobei das Album mit üppigen 14 Tracks genug Raum für manche Überraschung bietet. Unterm Strich gewinnen dennoch die Pop-Einflüsse. Wenn wir schon Vergleiche bemühen müssen: Das Ergebnis ist zwar rockiger als vergleichbare Formationen wie etwa Within Temptation aber dennoch zahmer als Bands wie Lacuna Coil oder After Forever allerdings ohne den Orchesterbombast einer Nightwish. Wer sich an dem geringen "Härtegrad" nicht stört, der erhält ein sauber produziertes Album ohne Ecken und Kanten welches nicht nur Metal-Fans ansprechen wird.
Hier die komplette Tracklist zu The Quiet Resistance :
Auf der offiziellen Website von Nemesea gibt's wie immer mehr Infos.
Anspieltipps: It's Over bzw. Allein.
Kurzrezension Vergessen sind die Wut und Verzweiflung, welche im Vorgängeralbum Dark Passion Play zum Ausdruck kam. Lediglich einige traditionelle Folk-Geigen und Bagpipe-Sounds haben sich in das aktuelle Album Imaginaerum herüberretten können.
Stattdessen geht es mit dem aktuellen Album Imaginaerum musikalisch dort weiter,
wo die Band vor Jahren mit dem Album Once aufgehört hatte.
Kenner der Materie werden die Gemeinsamkeiten zwischen diesen Alben leicht erkennen:
Statt dem eher harten Metal-Duett Planet Hell gibt es nun mit I Want My Tears Back ebenfalls wieder ein Power-Duett,
diesmal allerdings vollkommen radiokompatibel und mit echten Ohrwurmqualitäten.
Auch für Orchesterbombast wurde wieder gesorgt: An die Stelle von Ghost Love Score tritt nun Last Ride of the Day,
dessen Power sofort Assoziationen an die Kavallerieattacken aus historischen Monumentalfilmen weckt. (^_-)
Statt indianischer Rhytmen gibt es diesmal mit dem Instrumentaltrack Arabesque eine Prise vom vorderen Orient.
Und dann waren da noch Chöre (Storytime), mehr Chöre (Rest Calm) und noch mehr Chöre
(Song of Myself),
so dass man streckenweise meint, einem Endboss aus der Final Fantasy Reihe gegenüber zu stehen, anstatt Metal zu hören.
(Für Insider: Jaja, selbst Sephiroth aus FFVII hatte damals auch keine bessere Musik, hehe...)
Sehr positiv anzumerken ist die Tatsache, dass die Band endlich die richtige Balance für den Einsatz von Anette Olzon's Vocals gefunden hat. Anette kann sicher nicht mit der Stimmgewalt ihrer Vorgängerin Tarja Turunen mithalten und so machte es auch keinen Sinn, den Stil der Vorgängerin zu imitieren. Stattdessen werden Anette's Vocals auf dem neuen Album deutlich sparsamer eingesetzt. Interessanterweise glänzt die Band auf diesem Album bedonders dann, wenn es sich um Duette zwischen Bassist Marco Hietala und Frontfrau Anette handelt (I Want My tears Back und The Crow, the Owl and the Dove).
Die negativen Eindrücke halten sich bei diesem Album erfreuleicherweise in Grenzen: Die narrativen Passagen von Song of Myself hätten sicher etwas kürzer ausfallen können. Darüber hinaus passen die musical-inspirierten Passagen von Ghost River sowie Scaretale ebenfalls nicht so recht zum Rest des Albums.
Fazit Imaginaerum ist in Summe ein sehr facettenreiches Symphonic Metal Album, welches durch seine Vielfalt zu überzeugen vermag. Hier wird harter Rock kunstvoll mit Stilelementen aus Filmmusik bis hin zum Folk verwoben - das Ergebnis ist durchweg hörbar und sicherlich auch interessant für alle, die normalerweise nicht Metal jeglicher Couleur hören.
Hier die komplette Tracklist zu Imaginaerum :
Auf der offiziellen Website gibt's mehr Infos und auch aktuelle Tourdaten.
Anspieltipps: Die rundum gelungenen Duette des Albums, entweder rockig mit I Want My Tears Back oder sanft wie bei The Crow, the Owl and the Dove.
Vier Jahre sind seit dem letzten Album von Vision of Atlantis vergangen. Fast hätte man die Hoffnung aufgeben können, jemals wieder von der Metal Formation aus Österreich zu hören; erst gab es am laufenden Band Personalien sowie Umbesetzungen und dann ging selbst die Website der Band zwischenzeitlich vom Netz. Nun, die Website ist mittlerweile duch einen Myspace-Auftritt ersetzt worden, eine neue Frontfrau wurde auch gefunden (Maxi Nil) und die Band geht endlich wieder in die Offensive und präsentiert ihr neues Album mit dem Titel Delta.
Kurzrezension Visions of Atlantis haben jahrelang am Konzept einer Vocal Doppelspitze festgehalten und so ist es nicht verwunderlich, dass uns auch das aktuelle Album wieder fast ausnahmslos einen Mix aus Symphonic und Power Metal mit Vocal-Duetten (Mario Plank und Maxi Nils) beschert.
Die Songs im Schnelldurchlauf:
Das Album beginnt mit Black River Delta, welches mit seinen Ohrwurmqualitäten ein absolutes Highlight des Albums darstellt - wenn man einmal über den Medleycharakter des Songs hinwegsehen kann.
Bei Memento wird zwar rhythmisch kreativ variiert, aber das war es dann auch schon.
Mit New Dawn kommen wir zur ersten Singleauskopplung und spätestens hier wird klar, dass man keinerlei Risiko eingehen wollte: Der Song ist mit Abstand das "poppigste", was das Album zu bieten hat und auch das Gitarrensolo wurde vorsorglich ins Outro verbannt, nur um niemanden zu verschrecken. Trotzdem sehr hörenswert.
When Daylight Falls hätte noch eindrucksvoller wirken können, wenn Mario Plank seinen Gesangsstil aus dem Cast Away Album herübergerettet hätte - etwas schade (tja, der Mann kann wie "Meat-Loaf" klingen, wenn er halt wollte...).
Conquest of Others und Twist of Fate sind eher durchschnittliche Kost, während Elegy of Existence als echtes Highlight daherkommt: Toller Spannungsbogen und sogar das Warten auf das erste Gitarrensolo des Albums hat sich gelohnt! Mehr davon in Zukunft, bitte.
Mit Reflection folgt die obligatorische Ballade, welche allerdings von Maxi allein gesungen wird. Das kurze Instrumentalstück Sonar danach ist wohl eher als Resteverwertung von ungenutzen Keyboard-Flächensounds zu verstehen - kein Problem, dieses Album kann so etwas locker verkraften.
Alle anderen Songs sind selbstverständlich Duette und zum Abschluß wird mit Gravitate Towards Fatality nochmal ordentlich nachgelegt. Sicherlich keine Single-Auskopplung, aber solider Mid-Tempo Symphonic Metal der gewollt oder ungewollt sogar im solopart eine kleine Hommage an den Keyboardsound der kanadischen Band Saga enthält (jaja, die 80er Jahre).
Nach so viel Lob gibt es aber auch Anlaß zu konstruktiver Kritik: Mit mehr Bombast steigen auch die Ansprüche an die Endabmischung und hier hätte man unserer Meinung nach sorgfältiger arbeiten müssen: Die Abmischung des Albums ist über weite Strecken zu statisch ohne jede dynamische Choreographie. Anstatt Dynamikprozessoren (Stichwort: Ducking) als Werkzeug zu benutzen, um die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf die wesentlichen Elemente eines Songs zu lenken, hat man oft den Eindruck, dass jede Spur "zu Tode" komprimiert wurde und man für die gesamte Dauer eines Songs bloß keine Dynamik aufkommen lassen wollte. Dies eindeutig geht zu Lasten der Vocals, welche an zahlreichen Stellen untergehen, was die ansonsten meist guten Duettpassagen eigentlich nicht verdient haben (Negativbeispiele: Black River Delta, Memento, When Daylight Falls und Conquest of Others).
Tja, es bleibt ein solides Power-Symphonic Metal Album mit drei bis vier guten Highlights. Dies ist durchaus positiv zu werten, denn mehr gute Songs pro Album gibt es selbst bei den etablierteren Bands des Genre nicht.
Hier die komplette Tracklist zu Delta :
Auf der offiziellen Website gibt' mehr Infos und auch aktuelle Tourdaten.
Anspieltipps: Black River Delta, Elegy of Existence und Gravitate Towards Fatality.
Heavy Metal
aus dem
Kaninchenbau
Nachdem wir bereits einen kleinen Artikel zur Single-Auskopplung Forever geschrieben hatten,
wollten wir Euch die Kurzkritik zum dazugehörigen Album The Dream nicht vorenthalten.
Stammleser und Metal Aficionados
werden sich jetzt verwundert die Augen reiben, denn The Dream erschien schon vor knapp zwei Jahren
und das Nachfolgealbum A Star-Crossed Wasteland ist bereits seit einigen Wochen im Handel erhältlich.
Stilistisch sind beide Werke jedoch derart unterschiedlich, dass wir ausnahmsweise zuerst das "alte" Vorgängeralbum The Dream
hier besprechen wollen.
Auf dem Albumcover und im Booklet finden sich zwar genug Anspielungen auf
Lewis Carrol's
Alice im Wunderland,
aber das war's dann auch schon mit den Crossreferenzen zur klassischen englischen Literatur.
Machen wir's kurz: Auf dem vorliegenden Album The Dream (2008) bietet uns die kalifornische Band In This Moment modernen und melodischen Metal bzw. Hardrock der Extraklasse.
Die kreischenden Vocals vergangener Metalcore-Tage sind auf diesem Album nur noch in homöopatischen Dosen vorhanden.
Wunderbar!
Viel Licht und wenig Schatten ist Programm: Lediglich der Song The Great Divide wird von einer Überdosis Metalcore Vocals komplett vernichtet.
Diesen kleinen Ausfall können wir aber locker verschmerzen, denn die restliche Metal- bzw. Hardrock Feinkost
auf dem Album entschädigt angemessen.
Bei den Arrangements wurde offenbar sehr viel Mühe darauf verwendet, damit die Power-Gitarren nicht den Power-Vocals von Frontfrau Maria Brink
in die Quere kommen und umgekehrt. Das klappt hervorragend, wie man z.B. am Beispiel von Tracks wie You Always Believed und Violet Skies gut erkennen kann:
Gesang und Gitarren ergänzen sich, anstatt miteinander zu wetteifern.
Ansonsten gbt es jede Menge uptempo Songs mit knackigen Riffs, polierten Vocals und eingängigen Hooklines.
Keyboards und Effekte (bis auf die Vocals) werden sparsam eingesetzt, so dass das Ergebnis zum Glück weder überproduziert noch nach Kunstprodukt klingt.
Unsere Anspieltipps sind die Single-Auskopplung Forever und das grandiose You Always Believed.
Sogar der obligatorische chill-out Track darf zum Schluss natürlich auch nicht fehlen in Form des Titeltracks The Dream.
Hier die komplette Tracklist zu The Dream :
Fazit
Mit
dem Album The Dream bescheren uns In This Moment ein echtes Highlight an melodischem Metal bzw. Hard Rock.
Für Vergleiche mit anderen Bands muss man sich schon in die Annalen des Hardrock und Heavy-Metal begeben;
uns fallen da spontan nur
Lee Aaron (Ende der 80er Jahre) oder
auch After Forever ein (jedoch ohne deren Orchesterbombast).
Alle Metal-Fans von weiblichen Power Vocals sollten dementsprechend aufhorchen und sich The Dream unbedingt für die eigene Wunschliste notieren.
PS: Wer hätte das von dem Kaninchen gedacht...?
Tipp: Besser gleich zur Ultra Violet Special Edition von The Dream greifen,
denn da gibt's eine Bonus Disk mit vielen Extras gleich dazu (Musikvideo, MTV Unplugged, Bonustracks etc.).
Mehr Infos und Tourdaten wie immer auf der offiziellen Homepage von
In this Moment.
Metal oder
Progressiv?
Seit ein paar Tagen ist Iron Maiden's aktueller Longplayer mit dem Titel The Final Frontier nun endlich verfügbar.
Soviel sei gleich gesagt: Das mittlerweile 15. Studioalbum der Engländer bietet viel altbekannten Heavy-Metal, wie man ihn seit fast 30 Jahren von
Iron Maiden gewohnt ist. Gleichzeitig finden sich aber auch neue Elemente aus Progressiv Rock Einflüssen, die man so nicht unbedingt mit dem Namen Iron Maiden verbinden würde.
Ob diese Kombination nun faszinierend oder abschreckend wirkt, wird jeder Hörer für sich selbst einscheiden müssen.
Eines ist jedoch klar; dieses Album wird nicht jedem langjährigen Fan der Band auf Anhieb gefallen.
Die "progressiven" Songs des Albums sind allerdings klar identifizierbar; wer's nicht mag, kann diese ja ignorieren.
Angriff der
Septakkorde
Die Kontroversen beginnen auch gleich mit dem 4-minütigen (!) Intro des ersten Songs Satellite 15... The Final Frontier welches mit seinen Dissonanzen und Septakkorden nun so ganz und gar nicht zu Iron Maiden passen will.
Noch mehr nicht-aufgelöste Harmonien gibt es dann auch in Starblind wie auch in einigen anderen Songs
wobei man immer wieder den Eindruck hat, diese Progressiv Rock Experimente an anderer Stelle in den 90er Jahren bereits von Bands wie
Queensrÿche
(Operation Mindcrime) und
Dream Theater
(Scenes From A Memory, New Millennium etc.) gehört zu haben.
Aber nicht nur an den Harmonien wurde extrem gefeilt; so fällt ebenfalls auf, dass die Schlagzeugarbeit auf The Final Frontier
im Vergleich zu den meisten Vorgängeralben erheblich komplexer geworden ist; insgesamt eine echte Bereicherung.
Alles keine Grund zur Panik: Fans des klassischen Iron Maiden Stils und einfacherer Harmonien
finden ebenfalls genug Material und werden insbesondere Tracks wie El Dorado und The Talisman lieben.
Epos
Aber damit nicht genug -
seit 1983 findet sich mit schöner Regelmässigkeit auf nahezu jedem Studioalbum jeweils ein einzelner Song,
welcher eine epische Geschichte in feinstem Heavy-Metal Bombast mit ca. 11-Minuten Länge erzählt.
Die Vermutung liegt nahe, dass Songschreiber Steve Harris hierbei seine Inspirationen wie so oft aus Literatur und Film bezogen hat.
Kleine Kostprobe gefällig? Bitte:
To Tame A Land von 1983 befasste sich mit der Sci-Fi Story von Dune, dem Wüstenplaneten;
Rime Of The Ancient Mariner von 1984 basierte auf einem Gedicht von Samuel Taylor Coleridge;
Alexander The Great von 1986 beschreibt die Lebensgeschichte des bekannten Königs und Feldherren im antiken Griechenland usw.
Diese Tradition wird selbstverständlich auch auf dem aktuellen Album fortgesetzt und bekommt mit
When The Wild Wind Blows einen würdigen Nachfolger. Wenn die Kinderliedmelodie aus dem Intro innerhalb
von 11 Minuten zu Heavy-Metal Bombast der Extraklasse mutiert (und wieder zurück), dann ist Gänsehaut garantiert.
So viel sei verraten: Ein echtes Happy-End gibt's bei der Story diesmal auch nicht. Der Song ist übrigens unser Anspieltipp.
Nahezu alle Tracks des Albums sind übrigens vom Tempo recht moderat. Lediglich bei The Alchemist zieht die Band das Tempo etwas an. Iron Maiden waren zwar noch nie als Geschwindigkeitsfanatiker bekannt, aber einen uptempo Song a la Aces High (vom 84er Powerslave Album) sucht man diesmal hier vergebens.
Hier noch die Tracklist:
Fazit
Mit
The Final Frontier durchbrechen
Iron Maiden
konsequent eigene Barrieren und wagen eine riskante Richtungsänderung zum Progressiv Rock.
Eingefleischte Fans werden dennoch nicht vor den Kopf gestossen;
denn die Hälfte der Songs auf dem aktuellen Album orientiert sich immer noch am klassischen Heavy-Metal Stil der Band,
wie man es seit knapp 30 Jahren Band-Historie gewohnt ist.
Eine clevere Balance.
Ein Tipp: Zur Kaufentscheidung unbedingt in mehrere Songs 'reinhören, nur so kann man sich ein Urteil über dieses Album bilden.
Ex-Metalcore
Eine unserer positiven Überraschungen der letzten Monate war sicherlich die "Entdeckung"
des 2008er Albums The Dream der südkalifornischen Formation In This Moment.
Auf The Dream gibt die Band um Frontfrau Maria Brink den harten Metalcore-Stil der vergangenen Jahre auf und
präsentiert einen soliden Mix aus Power-Rock und Metal, der richtig gut ins Ohr geht.
Absolut sehens- und hörenswert ist unserer Meinung nach die Single-Auskopplung Forever aus dem oben genannten Album
The Dream. Hier also das hochoffizielle Video von YouTube™ (Flash-Player notwendig).
Hmmm, das klassische Gitarrensolo gegen Ende des Songs klingt sogar nach einer Hommage an Iron Maiden der 80er Jahre des
vergangenen Jahrhunderts oder irren wir uns da...?
Mehr Infos und Tourdaten wie immer auf der offiziellen Homepage von In This Moment.
Love Metal
ist wohl eine treffende Bezeichnung für den Musikstil der finnischen Band HIM.
Die aktuelle Single Heartkiller aus dem neuesten Album
Screamworks: Love in Theory and Practice macht da keine Ausnahme:
Harter Rock mit poetischen Texten und eingängigen Melodien - und das alles auch noch toll produziert!
Hier also der offizielle Videoclip
zu Heartkiller (Flash-Player notwendig).
Wer jetzt denkt, HIM wäre eine Eintagsfliege, der irrt gewaltig. Die Band ist seit fast 14 Jahren im Geschäft
und hat mittlerweile 11 Alben veröffentlicht. Klar, dass wir auch das aktuelle Album in Kürze (Februar) hier vorstellen werden.
Mehr Infos und Tourdaten wie immer auf der offiziellen Homepage von HIM.
Historie
Vor zwei Jahren hatte uns das eindrucksvolle Vorgängeralbum Bloodangel's Cry begeistert.
Seit 28.08.2009 ist das neue Album My Fatal Kiss erhältlich und um
es gleich vorweg zu nehmen; unser damaliger Eindruck setzt sich leider nicht uneingeschränkt fort.
Einige Songs begeistern uns zwar auch diesmal, aber innovativer Symphonic Metal klingt für uns anders.
Aber alles der Reihe nach:
Die Eröffnungsnummer «Ignition» klingt bereits nach einem Sammelsurium an digitaler Nachbearbeitung.
Gitarrenriffs wurden offenbar im Timing modernisiert und statt einer Instrumentaleinlage gibt es ein Klavierarpeggio mit Chorsamples;
Pro Tools & Co sei Dank. Das klingt alles sehr radiokompatibel - mit Rockmusik hat das allerdings wenig zu tun.
Auch der Titelsong «My Fatal Kiss» zeichnet sich durch Gitarren-Sampling bereits in den ersten Takten aus.
Obertoneffekte klingen extrem nachbearbeitet und seltsam gleich. Einen Solopart sucht man auch bei diesem Song vergeblich - stattdessen
gibt es im Zwischenteil jede Menge Digitalhall mit Stereopanorama Effekten, hmmm...
Deutlich besser wird's bei der obligatorischen Ballade «Why Did You Stop The World From Turning».
Endlich hat man nicht mehr das Gefühl, als verstecke sich die Band hinter Effekten. Der Tempowechsel in der zweiten Hälfte
des Songs ist handwerklich sauber ausgeführt und die Drums bleiben endlich mehr im Hintergrund.
Die aktuelle Single «For You I'll Bring The Devil Down» klingt dann wieder eher nach Pop statt Metal.
Selbst das obligatorische Klavierarpeggio ist als Intro und Outro wieder dabei. «God I Need Someone»
fällt in die gleiche Schublade allerdings mit Gitarren- statt Klavierarpeggio.
Der Song «Deny» hätte guter Hardrock werden können; wird aber von einfallslosen und
unpassenden Drums zerstört.
Einen Lichtblick bietet dann wieder Track Nummer sechs: Bei «The Freak In Me»
stimmt einfach alles - sparsame Effekte, trotzdem ausdrucksstark und ein toller Spannungsbogen.
Spätestens bei der Nummer «Shoot Me» ist man dann wieder zurück beim altbekannten Konzept
des klinisch reinen Gitarrenriffs mit Obertoneffekten. Kaum zu glauben - das gleiche Rezept haben wir doch schon
im zweiten Song dieses Albums gehört, siehe unter «My Fatal Kiss» oben.
Das
alles ist ein wenig schade, denn ansonsten gibt es wenig zu kritisieren und vielmehr einiges zu loben: Sängerin Ji-In Cho
hat sich z.B. bei der Verständlichkeit ihres Gesangs enorm verbessert und auch die Arrangements
sind insgesamt deutlich abwechlungsreicher als beim letzten Album.
Fazit:
Nicht jeder wird diesen Ausflug zum charttauglichen Pop mit Metal Effekten mögen.
Fans des Stils von Within Temptation u.ä
finden hier eine passende Ergänzung ihrer Musiksammlung.
Musikalisch fanden wir das Album eher uninteressant.
Eingefleischte Symphonic- oder Power Metal Fans sollten zunächst einige Songs des Albums probehören. Auf der offiziellen Webseite
von Krypteria hat man dazu Gelegenheit; eine faire Geste der Band, wie wir meinen.
Christian Rock gibt's als Musikgenre schon eine ganze Weile. So richtig rockig wurde es insbesondere in den 80er Jahren: Ältere Leser unseres Weblogs werden sich wahrscheinlich noch an die Band Stryper erinnern, die damals für zahlreiche Kontroversen sorgte.
Alles Schnee von gestern! Hardrock mit christlichen Texten gibt's jedoch immer noch. Einer der aktuellen Shooting Stars des Genres ist sicherlich die Formation Fireflight. Nachdem wir auf den Titelsong Unbreakable aufmerksam geworden sind, haben wir mittlerweile das aktuelle Album der fünf Musiker aus dem Sonnenstaat Florida gründlich durchgehört.
Die guten Nachrichten zuerst: Fast alle Songs auf dem Album haben Potential - echte Durchhänger sucht man
zum Glück vergeben.
Unsere Anspieltipps: Der Titelsong Unbreakable ist ein echter Ohrwurm.
Das Power-Duett The Love We Had Before ist unserer Meinung nach ebenfalls stark chartverdächtig
und die obligatorische Ballade mit Akustikgitarre gibt's natürlich auch in Form des Songs Wrapped in Your Arms.
Etwas geschockt waren wir bei der Gesamtlänge des Albums - trotz zehn guter Songs kommen nur rund 35 Minuten Laufzeit zusammen. Dies ist nicht mehr zeitgemäß wie wir meinen.
Hier noch schnell die Tracklist.
Fazit:
Fireflight haben mit Unbreakable ein solides Hardrock bzw. Power-Rock Album abgeliefert.
Virtuose Instrumentaleinlagen wird man auf diesem Album allerdings vergeblich suchen,
dies entspricht aber auch gar nicht dem Konzept von
Fireflight.
Alle Songs werden durchweg von Vocals und Gitarren dominiert.
Insbesondere Frontfrau Dawn Richardson legt sich mächtig ins Zeug und kann auf ganzer Linie überzeugen.
Wer sich nicht an christlich angehauchten Textinhalten stört,
der sollte Unbreakable unbedingt mal probehören!
The Last Journey Home
ist der vermutlich beste Song des aktuellen Albums Ultra Beatdown
der Power-Metal Formation DragonForce.
Endlich wurde dieser virtuose Bombast-Metal als Single ausgekoppelt und erhielt selbstverständlich ein
angemessenes Musikvideo. Wie man am Endprodukt unschwer erkennen kann, handelt es sich bei den Bandmitgliedern aus der
Wahlheimat London um (bekennende) Videospielfans.
Hier also der offizielle Videoclip
zu The Last Journey Home (Flash-Player notwendig).
Die Originalfassung dieses Songs auf dem aktuellen Album Ultra Beatdown ist übrigens
epische 8:15 Minuten lang - unbedingt anhören!
Mehr Infos, Tourdaten und Downloads wie immer auf der offiziellen Homepage von DragonForce.
Unplugged «Kissology - The Ultimate Kiss Collection Vol. 3» dokumentiert den Werdegang der Band von 1992 bis 2000. Auf vier DVDs gibt es wieder eine Mischung aus Live-Konzerten und TV-Auftritten. Musikvideos oder Interviews sucht man diesmal vergebens, was eingefleischte Fans aber sicherlich nicht stören wird. Auch diesmal gibt es wieder die Auswahl zwischen Dolby Stereo und 5.1 Soundtrack, sowie einem Audiokommentar von Paul Stanley (Vocals, Guitar), Gene Simmons (Vocals, Bass). In unserem Set befand sich ebenfalls eine Bonus DVD mit einem weiteren Live Konzert, also insgesamt fünf DVDs mit reichlich Material zum Anschauen und -hören.
Die Bildqualität ist durchweg akzeptabel, was nicht weiter verwunderlich ist, denn
die Videotechnik hatte in den 90er Jahren auch bei Livekonzerten bereits einen guten Standard erreicht.
Ein kleiner Wermutstropfen gibt es allerdings beim Sound der ersten beiden Konzerte -
hier hatten wohl die Toningenieure bei der Aufzeichnung in Detroit nicht aufgepasst:
Die Vocals sind durchweg zu leise während das Publikum zu laut dazugemischt wurde, was zu Übersprechen und
ungewünschten Echos führte.
Der Sound der anderen Livekonzerte und TV-Auftritte auf dieser DVD Compilation ist
jedoch deutlich besser und lassen die kleinen Patzer verschmerzen.
Besonders positiv ist das Livekonzert der Psycho Circus Tour - hier sind Bild und Ton hervorragend.
Ein Tipp: Auf jeder Disc ist sogar ein einzelnes Bonusvideo versteckt. In der Navigation des DVD Hauptmenu kann man diese über die Überschrift Kissology selektieren. Probiert's mal mit den einzelnen DVDs dieser Box aus, da finden sich Studiovideos, Soundchecks und vieles mehr!
Reunion
Nachdem Ace Frehley und Peter Criss die Band Anfang der 80er Jahre verlassen hatten und durch wechselnde Gastmusiker ersetzt wurden, deutete sich knapp 10 Jahre später eine Reunion der ursprünglichen Band an. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg war ein gemeinsamer Auftritt bei MTV Unplugged. Nach diesem Auftritt formierten sich die ursprünglichen Bandmitglieder wieder zu Kiss und man ging mit den Songs der letzten 17 Jahre im Gepäck erneut auf Tour.
Kritische Stimmen werden anmerken, dass es auf dieser dritten Videocompilation recht wenig neues musikalisches Material gibt. Dies stimmt sogar, denn nach der Reunion konzentrierte sich die Band auf ihre Stärken und dies war nun einmal der schnörkellose Rock aus den Anfangstagen. Viele Songs dieser DVD Compilation kennt die Welt daher bereits seit dem Double Platinum Album von 1978 (!), von wenigen Ausnahmen wie z.B. Psycho Circus mal abgesehen. Aber auch mit dem alten Songs schafften es Kiss immer noch, ganze Stadien zu füllen. Dabei ist es durchaus positiv zu werten, dass diese Musik aus den Anfangstagen des Hardrock mittlerweile eine neue Generation von Fans begeistert.
Auch bei dieser DVD-Compilation sollte man sich den separaten Audiokommentar der beiden Stamm-Bandmitglieder nicht entgehen lassen. In den ersten Minuten jedes Livekonzertes und TV-Auftritts gibt es hier von Paul und Gene viele interessante Hintergrundinformationen und so manche interessante Anekdote.
Auch wenn Wiederholungen in den verschiedenen Livekonzerten unvermeidlich sind, so erhalten Fans hier insgesamt rund 10 Stunden Konzertmaterial, allein dies ist schon rekordverdächtig.
Die «Kissology Vol. 3, 1992-2000» ist als Vierfach-DVD (NTSC, Region 1) in den USA erschienen.
Fur TV
Fat Ed aus der britischen Kultserie
Fur TV
erklärt Euch in einfachen und verständlichen Worten die Grundlagen des Heavy Metal. Profis werden
natürlich sofort bemerken, dass Ed's Marshall Verstärker mit dem "YUMMO" Logo seiner Lieblings Biersorte
überklebt sind...
Warning - This show contains adult humour, disturbing images, random violence and lots of swearing! (^_-)
Power-Metal
Am 26. August erschien endlich die neue Longplay CD der Londoner Power Metal Formation
DragonForce.
Grund genug für uns also, das Album mit dem bezeichnenden Titel Ultra Beatdown einmal intensiv durchzuhören.
Wir haben uns dazu gleich die Special Edition gegriffen, die nicht nur zwei CD-Bonustracks enthält,
sondern auch eine DVD, welche ein 15 minütiges Home Video der Band zu den Demo Recordings enthält.
Fans, die selbst Gitarre spielen können (nein, das Videospiel
Guitar Hero zählt nicht!),
werden sich u.U. für Gitarrist Hermann Li's Präsentation seines neuen
Ibanez Signature Modells interessieren, welche
sich ebenfalls auf der DVD befindet. Mehr Bonusmaterial gibt's nicht.
Unser wichtigster Eindruck gleich vorweg: Nach den vergangenen drei Alben ist Ultra Beatdown
das bisher facetten- und abwechlungsreichste Werk der sechs Londoner.
DragonForce haben hier eine kleine, aber absolut notwendige Stilkorrektur vollzogen, ohne die man Gefahr gelaufen wäre, sich auf
dem vierten Album nur noch selbst zu wiederholen.
Mehr Tempowechsel, offenere Arrangements sowie Drums und Bass welche an der richtigen Stelle auch mal nicht spielen
sind die wichtigsten Stilelemente auf dem aktuellen Album.
Eingefleischte Fans von Hochgeschwindigkeitsakrobatik finden trotzdem genug Altbekanntes und sollten sich insbesondere die Songs
Heroes Of Our Time und
Inside The Winter Storm für ihre Playlist merken.
Das Highlight von Ultra Beatdown sind aber eindeutig die epischen Songs, welche besonders von den ausgefeilten
Arrangements profitieren und beim Zuhören entsprechend Spass machen.
Unsere Anspieltipps sind daher Reasons To Live und das fantastische The Last Journey Home.
Hier noch schnell die Tracklist.
Fazit: DragonForce überzeugen auch diesmal wieder durch technisch hochklassigen Power Metal. Für Fans des Genre gibt es wohl kaum eine Alternative. Positiv ist die Tatsache zu werten, dass die Formation den eigenen Stil langsam aber kontinuierlich weiterentwickelt. Wer weiss - in ein paar Jahren schreiben die Jungs bestimmt mal Filmmusik oder eine Heavy-Metal Oper?
Den Link zum offiziellen Videoclip von Heroes Of Our Time gibt's hier von uns; die Albumversion ist übrigens 7:15 Minuten lang.
Das Coverdesign des Albums ist übrigens von Andrew "Android" Jones. Einen Überblick über Andrew's Portfolio gibt es auf seiner sehenswerten Homepage.
News
In unserem bescheidenen Weblog fällt uns die Balance zwischen Reiseberichten, Videogames und Heavy-Metal oft nicht immer leicht.
Für die Fans härterer Musik daher hier unsere völlig subjektive Checkliste mit den wichtigsten Hard und Heavy News für 2010:
Iron Maiden stehen endlich kurz vor der Fertigstellung ihres neuen Studioalbums. Der Longplayer der Briten mit dem Titel The Final Frontier wird voraussichtlich im Spätsommer 2010 veröffentlicht. Mehr Infos und Tourdaten gibt es wie immer auf der offiziellen Website von
Iron Maiden.
Auch die Band mit den (unserer Meinung nach) besten Metal-Duetten der Welt arbeitet wieder an einem neuen Album! Ja genau, die österreichische Formation Visions of Atlantis ist gemeint. Wir warten gespannt auf weitere News in der zweiten Jahreshälfte. Zu finden auf der offiziellen Website von Visions of Atlantis.
Und dann gibt es da noch Gerüchte von den Altmeistern des Progressiv Rock, nämlich der kanadischen Formation Rush; angeblich werden Rush im Juni diesen Jahres ein neues Studioalbum veröffentlichen. Gar kein Gerücht ist jedoch die Premiere des Dokumentarfilms RUSH - Beyond The Lighted Stage im April. Mal sehen, ob der Streifen auch zu uns nach Europa kommt.
Mehr Infos und Tourdaten gibt es wie immer auf der offiziellen Website von
Rush.
Personelle Veränderungen gab es offenbar bei der Metal-Band DragonForce. Dort hat sich der bisherige Sänger ZP Theart wegen musikalischer Differenzen von der Band getrennt. Während die Band nun einen neuen Frontmann sucht, bereitet die verbleibenden Bandmitglieder bereits das nächste (fünfte) Studioalbum vor. Sobald ein neuer Sänger gefunden ist, kann man dann irgendwann mit der Veröffentlichung rechnen. Mehr Infos wie immer auf der
offiziellen Homepage von DragonForce.
Heavy Metal
für Romantiker
Da haben wir es uns mit der Beschreibung für den Musikstil von HIM wohl doch etwas zu einfach gemacht.
Tatsächlich lassen sich die fünf Jungs aus Finnland nämlich nicht so einfach in eine Schublade stecken.
Zu vielschichtig ist diese gelungene Mischung aus hartem melodischen Rock mit progressiven Elementen, dazu poetischen Texten und einer Prise Gothic.
Wer gerne Vergleiche zu anderen Bands sucht, der muss sich schon gewaltig anstrengen, um etwas ähnliches wie HIM zu finden.
Uns fällt da spontan höchstens die japanische Pop-Rock Band
Glay
ein. Glay sind seit den 80er Jahren im Geschäft und auf den mittlerweile 14 Alben der Japaner finden sich tatächlich gewisse Ähnlichkeiten im Stil.
Auch haben die Frontmänner beider Bands ein ähnliches Charisma; das war's aber dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten.
Zurück zu HIM: Mit Screamworks: Love in Theory and Practice
liegt uns das mittlerweile zwölfte Longplay-Release der Band vor.
Kennzeichnendes Element des aktuellen Albums ist die gelungene Balance zwischen Gitarren und Gesang;
beides sind zwar dominante Elemente im Sound von HIM,
aber man hat zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass hier gegeneinander angekämpft wird.
Im Gegenteil: Die offenen Arrangements lassen gleichsam viel Platz für
den stimmungsvollen Gesang und die harten Gitarrenriffs.
Hier unsere rein subjektiven Anspieltipps:
Über den Ohrwurm Heartkiller hatten wir bereits berichtet. Eingängiger Power Rock mit einer Gesangslinie, die unter die Haut geht.
Kein Wunder, dass dieser Song die erste Single-Auskopplung ist, bitte mehr davon!
Ähnlich geht es bei Love, The Hardest Way zur Sache; einzig allein die Hookline ist nicht so eingängig wie bei Heartkiller.
Katherine Wheel und In The Arms Of Rain driften elegant am Rand zur Popmusik ohne aber in Banalität zu versinken.
Bei Like St. Valentine wird das Tempo nochmal angezogen womit wir wieder beim altbewährten Power-Rock wären.
Hier noch schnell die Tracklist:
Fazit:
Screamworks: Love in Theory and Practice von
HIM
ist eine gelungene Fusion
aus zahlreichen Stilelementen wie Metal, Progressive, Gothic und (Schock!) Popmusik.
Solch einen guten Genremix findet man selten und Durchhänger gibt's bei den
13 Tracks zum Glück nur wenige. Also, nicht verpassen und unbedingt mal reinhören!
Noch ein Tipp: Dies ist endlich mal wieder ein Album, welches man der eigenen Freundin zum Geburtstag schenken kann.
Wer dabei absolut kein Risiko eingehen will, der greift einfach zur Special Edition, welche eine Bonus-CD mit der Akustikversion
des gesamten Albums enthält.
«We were looking like
Las Vegas showgirls»
«Kissology - The Ultimate Kiss Collection Vol. 2» dokumentiert den Werdegang der Band von
1978 bis 1991.
Auf drei DVDs gibt es hierzu eine bunte Mischung aus Live-Konzerten, einigen Interviews, TV-Auftritten, zwei Musikvideos
und sogar den kompletten (und extrem trashigen) Kiss-Kinofilm Attack of the Phantoms.
Mit rund 6 Stunden ist die Laufzeit recht satt.
Auch diesmal gibt es wieder die Auswahl zwischen Dolby Stereo und 5.1
Soundtrack, sowie einem Audiokommentar von Paul Stanley (Vocals, Guitar), Gene Simmons (Bass)
und Bruce Kulick (Guitar).
In unserem Set gab es sogar noch eine (vierte) Bonus Disc mit einem Live Konzert in der Budokan Hall in Tokyo, Japan von 1988.
Selbstverständlich fehlt auch nicht das berühmt-berüchtigte Interview der Band in Tom Snyder's 1979er TV-Show The Tomorrow. Der sichtbar betrunkene Ace Frehley glänzt durch sinnfreie Beiträge und permanente Lachanfälle - sehr zum Entsetzen der restlichen Bandmitglieder.
Personalien
und Absturz
Machen wir es kurz - in den Jahren dieser zweiten DVD-Compilation gab es für die Rocker von
Kiss nur eine Richtung -
nämlich bergab.
Mehr und mehr erlag die Band in den 80er Jahren der Versuchung, den eigenen Stil zu Gunsten
fragwürdiger Experimente zu verlassen.
Mit Disco-Elementen wie bei I Was Made For Lovin' You
oder dem katastrophalen «Konzeptalbum» The Elder entfernte sich die Band nicht
nur von den Wurzeln des Rock, sondern auch von ihren
angestammt Fans. A World Without Heroes ist ein gutes Beispiel - Jahre später landet der Song
auf einem Album von
Cher.
Hinzu kamen vermehrt Spannungen mit Schlagzeuger Peter Criss und Gitarrist Ace Frehley.
Criss wurde von der Band dann 1980 wegen «gesundheitlicher Gründe» vor die Tür gesetzt.
Er wurde durch Eric Carr ersetzt.
Zwei Jahre später hatte dann Ace Frehley endgültig die Nase voll und suchte das Weite,
wohl auch wegen Differenzen über den zukünftigen musikalischen Stil.
Der Niedergang war unausweichlich.
Mit einem passenden Gitarristen als Ersatz für Frehley hatte die Band lange Zeit vergeblich zu kämpfen: Zuerst versuchte man es mit Vinnie Vincent, der 1984 nach nur zwei Jahren von Mark St. John ersetzt wurde. Nach wenigen Wochen fiel dieser jedoch aus gesundheitlichen Gründen aus und musste noch im gleichen Jahr von Bruce Kulik abgelöst werden. Auch wurden die Tourneen Anfang der 80er Jahre durch schwindende Zuschauerzahlen mehr und mehr zum finanziellen Fiasko. Lediglich in Australien hatte man 1980 noch punkten können. Eines dieser sehenswerten Konzerte im Sydney Showground ist ebenfalls Bestandteil der DVD-Compilation.
Den musikalischen Bogen dieser zweiten Compilation spannen zwei Musikvideos, nämlich Shandi (1980) und God Gave Rock'n Roll to You (1991). Der letzte Videoclip markiert auch ein weiteres, tragisches Ereignis für die Band: Es war der letzte öffentliche Auftritt von Schlagzeuger Eric Carr, der kurz nach dem Videodreh dem monatelangen Kampf gegen ein Krebsleiden erlag.
Auch bei dieser DVD-Compilation sollte man sich den separaten Audiokommentar der drei Bandmitglieder nicht entgehen lassen. Besonders bei den TV-Auftritten und Interviews gibt es von Paul, Gene und Bruce reichlich offene Worte und so manche überraschende Dinge zu hören - für Rock-Historiker von unschätzbarem Wert.
Die «Kissology Vol. 2, 1978-1991» ist als Dreifach-DVD (NTSC, Region 1) in den USA erschienen.
«We don't wear makeup!» Die Band Kiss war in den 70er Jahren ein wichtiger Abschnitt in der Evolutionsgeschichte von Hardrock und Heavy-Metal. Sicher gab es damals eine Menge Bands, die sich musikalisch dem harten Rock verschrieben hatten, wie z.B. Aerosmith, Queen oder Rainbow, nur um einige Bands aus dieser Zeit zu nennen. Bei Kiss war es die Kombination aus hartem Rock, aufwendiger Liveshow, schrillen Kostümen und viel Theaterschminke, welche den Standard für die kommenden Jahrzehnte setzte. Ein weiteres Plus: Als routinierte Live-Band beherrschten die vier Jungs auch tatsächlich ihre Instrumente!
Etwas Historie:
Erst 10 Jahre später wurde das Genre von den Glam-Metal
Bands weitergeführt. In den 80er Jahren wurde allerdings auch die Rolle der Musikproduzenten immer wichtiger -
der "richtige" (kommerzielle) Sound wurde nicht mehr von den Bands geliefert, sondern im Studio kreiert.
Immer weniger musikalisches Talent war nötig, um kommerziellen Erfolg zu erzielen.
Den traurigen Höhepunkt der Poser-Generation-Bands stellen wohl die japanischen
Visual-Kei Formationen der Neuzeit dar.
Hier steht definitiv nicht mehr das musikalische Können im Vordergrund, sondern Kostüme und Maskenbildner.
Diese Entgleisungen haben absolut nix mehr mit den Wurzeln des Hardrock zu tun!
Nach dieser Geschichtsstunde geht's jetzt aber wieder zurück in die 70er Jahre zu Kiss:
«You pull the trigger
of my love gun!»
Was gibt es also auf «Kissology - The Ultimate Kiss Collection Vol. 1» zu sehen?
Die Doppel-DVD bietet eine ganze Reihe von
TV-Specials und kompletten Live-Konzerten aus den Jahren 1974 bis 1977. Mit rund 6 Stunden ist die
Laufzeit recht üppig. Wir haben darüber hinaus die Auswahl zwischen Dolby Stereo und 5.1
Soundtrack, sowie einem Audiokommentar von Paul Stanley (Vocals, Guitar) und Gene Simmons (Bass)
höchstpersönlich.
Leider war die Audio- und Videotechnik der 70er Jahre nicht mit heutigen Standards vergleichbar, so dass
man keine hohen Ansprüche an die Bild- und Tonqualität aus dieser Zeit stellen darf.
Auch der zusätzliche Dolby 5.1 Soundtrack ist selbstverständlich im Post-Production Studio entstanden.
Richtig sehens- und hörenswert wird's auf der zweiten DVD ab dem Jahr 1977 mit den Konzerten in der
Budokan Hall, Tokyo und The Summit, USA. Besonders die Kollegen des japanischen Fernsehsenders
NHK haben sich damals
viel Mühe mit der Aufzeichnung des Konzerts in Tokyo gegeben. Bei den Beleuchtungsverhältnissen war dies vor 30 Jahren
sicher keine leichte Aufgabe.
Für Fans der Band sei noch erwähnt, dass der musikalische Bogen bei Firehouse (1974) beginnt und bei Love Gun (1977) endet. Hier werden noch weitere DVD-Compilations folgen, so dass auch Fans der späteren Jahre von Kiss auf ihre Kosten kommen.
Unser Tip: Wählt im Hauptmenu der DVDs gleich den Audiotrack mit den Kommentaren der beiden Bandmitglieder - Paul und Gene erzählen lediglich in den ersten paar Minuten der einzelnen Konzerte ein paar lustige Anekdoten. Danach gibt es auf dem gleichen Audiotrack jeweils Musik pur!
Die «Kissology Vol. 1, 1974-1977» ist als Doppel-DVD (NTSC, Region 1) in den USA erschienen.
Neue Videoclips
werden von namhaften Künstlern mittlerweile immer öfter über Tube™ verbreitet.
(Hmmm, nennt man das nicht
Viral Marketing?)
Auch die Power-Metal Band Krypteria nutzt dieses Medium und präsentiert ihr neuestes
Musikvideo im Netz.
Wir halten allerdings Somebody Save Me für einen der schwächeren Songs des
aktuellen Albums Bloodangel's Cry.
Na, wie auch immer, hier also der hochoffizielle Videoclip zu Somebody Save Me (Flash-Player notwendig):
Mehr Infos gibt's wie immer auf der offiziellen Homepage.
Eigentlich könnte es für die finnische Symphonic-Gothic?-Metal Truppe
nicht besser laufen: Das aktuelle Album «Highest Hopes» hat bereits Gold-Status;
ausverkaufte Konzerte der «Once»-Tour sowie Platin für die alten Alben.
Das Markenzeichen: Harter Rock mit komplexen Arrangements gepaart mit der Stimme
von Sängerin Tarja, die auch problemlos Opern von
Richard Wagner
in Bayreuth singen könnte.
Aber nach knapp 10 Jahren gemeinsamer Musikgeschichte hängt jetzt der Haussegen schief!
Die Truppe ist gerade dabei, ihre Sängerin Tarja zu feuern!
Sehr schade, wie wir finden. Ein Grund mehr, in das aktuelle "Best-of" Album mit dem Titel «Highest Hopes» hineinzuhören: 78 Minuten, vollgepackt mit den besten Songs der letzten Jahre. Übrigens auch ein tolles Last-Minute Weihnachtsgeschenk!
Einige unserer Plüschtier-Highlights:
Dead to the World - Ein temporeiches Duett, toll arrangiert und produziert. Unbedingt
reinhören! Tarja ist nicht die einzige in dieser Band,
die singen kann...
Wem das zu hart war, der sollte zu Ever Dream weiter skippen. Dort sind die Metal-Gitarren
durch Keyboard-Streicher ersetzt! :o)
Elvenpath - Lord of the Rings als Metal-Song :o) Schöner Wechsel von narrativen
Abschnitten und Instrumentaleinlagen! Trotz Heavy-Brettgitarren finden die
Keyboardflächen und Arpeggios noch genug Raum.
Nemo - Ein Titel, der es aus dem letzten Studioalbum «Once».
hier 'rüber geschafft hat. Sehr kommerzieller Softrock mit viel Orchesterbombast.
Gut, dass die «Once»-Tour als Live DVD in Kürze erscheinen wird.
Over the Hills and Far Away - Ein alter Hit von Gary Moore. Im 12/8 Takt
schieben sich die Finnen souverän durch diesen Bluesrock-Klassiker und drehen dabei das
Tempo noch etwas höher als beim Original. Eine würdige Coverversion.
Wishmaster - Normalerweise die Zugabe bei Nightwish Konzerten. Die Nightwish
Standard-Zutaten: High-Speed Gitarren, abgestimmte Drums und eine winzige Prise Keyboards.
Die Gesangslinie in diesem Stücks lässt Tarjas Stimmumfang erahnen.
Die Fantasy-Lyrics sind genau das richtige für
übermüdete «World of Warcraft» oder «Guild Wars» Spieler,
die nach 8 Stunden Nonstop Online Gaming einen Adrenalinkick benötigen. Probierts
mal aus!
Mehr Infos auf der offiziellen
Homepage von Nightwish.
Dort gibt's auch ein paar mp3s zum Download. Unbedingt mal bei Nemo
und Dark Chest of Wonders vom «Once» Album reinhören!
Die LondonerMetal-Formation DragonForce ist bisher eher der
Fangemeinde in Asien ein Begriff. Beindruckend ist allein schon die
Tatsache, dass die Bandmitglieder aus Neuseeland, Hongkong, Südafrika, England und der Ukraine kommen.
Kein Wunder auch, dass die Jungs besonders viele Fans in Japan haben, denn der Sound von
DragonForce erinnert manchmal etwas an
X-Japan, dazu ein paar Keyboards von
Dream Theater
und den resultierenden Mix virtuos mit Vollgas präsentiert.
Die glasklaren Vocals und eingängigen Refrains sind ein weiteres Alleinstellungsmerkmal.
Diese Jungs besitzen unglaubliches Potenzial und wir werden sicher in den
nächsten Jahren noch einiges zu erwarten haben -
noch nie klang Speed-Metal so anspruchsvoll und progressiv!
Fragen wir doch mal bei den Profis von Pandora™ nach, welche charakteristischen Elemente im Sound von DragonForce verborgen sind:
"To start things off, we'll play a song that exemplifies the musical style of DragonForce which features hard rock roots, great musicianship, mild rhythmic syncopation, demanding instrumental part writing and meandering melodic phrasing."
Yeah, baby, Pandora™ is right on target!
Gerade haben DragonForce ihre dritte Longplay CD mit dem Titel «Inhuman Rampage» fertiggestellt. Auf der offiziellen Homepage von DragonForce gibt es aus jedem Album einen Song als mp3 zum Download. Checkt mal Through the Fire and Flames vom neuen Album. Aber bitte nicht beim Autofahren hören!
«Stilwandel» war unser erster Gedanke, nachdem wir einige Tracks des aktuellen Albums Trinity der österreichischen Metal-Band Visions of Atlantis durchgehört hatten. Keine Spur mehr vom soften Rock des Debutalbums. Ebenso verbietet sich beim Gesang jeder Vergleich: Die neue Sängerin Melissa ist eine echte Bereicherung und vergessen sind die eher schrägen Passagen ihrer Vorgängerin. Fans von Frontmann Markus werden überrascht sein: Während er auf dem letzten Album noch eher wie eine junge Version von Meat Loaf klang, so vollzieht er diesmal einen beeindruckenden Wandel und erinnert nun an die Anfangstage von Bruce Dickinson bei Iron Maiden! Der Stilwechsel wird die Metal-Fans erfreuen; wir finden beide Seiten von Sänger Markus beachtlich - der Junge hat wirklich Talent; Respekt, Respekt!
Mit der Single «At the Back of Beyond» geht's gleich rasant zur Sache. Kein Orchesterbombast, sondern satter Power-Metal mit filigranen Keyboard-Linien. So mögen wir das! Auch produktionstechnisch hat sich die Band weiterentwickelt: Es scheint, als hätte man Drummer Thomas und Gitarrist Wolfgang nun endlich von der Leine gelassen - zahlreiche Tempowechsel und furiose Gitarrensoli hat man auf der letzten Longplay CD vergeblich gesucht. Auf dem aktuellen Album Trinity geht's dagegen endlich zur Sache! Einzig der markante Duett-artige Gesang der beiden Frontleute ist und bleibt auch auf diesem Album ein Markenzeichen von Visions of Atlantis.
Auch wenn nicht alle Songs von Trinity gleichermassen überzeugen können, so haben
Visions of Atlantis mit Trinity ein überzeugendes Power-Metal Album abgeliefert
hinter dem sie sich nicht zu verstecken brauchen. Derart viele hörenswerte Metal-Duette
(10 von 11 Songs) mit wechselndem Härtegrad
gibt's momentan von keiner anderen Band des Genres. (^_-)
Auf der offiziellen Website kann man alle Songs der aktuellen CD als mp3-Preview herunterladen. Eine faire Sache - hört ruhig mal rein!
Anspieltipps: «At the Back of Beyond» und «Through My Eyes».
Die Progressive-Speed-Metal Band DragonForce kommt im Oktober für ein paar Konzerte endlich auch nach Deutschland. Dass die Jungs auch Videospielfans sind, kann man nicht nur in ihren Biographien lesen, sondern auch im Video zu ihrer aktuellen Single sehen - dank YouTube™ hier der Videoclip zu «Operation Ground and Pound» (Flash-Player notwendig):
Der originelle Videoclip mit dem Designmix aus Progressive Metal, Final Fantasy und Chronicles of Riddick ist genau unsere Kragenweite!
Noch Fragen?
Power-Metal Die Progressive-Metal-Shredder von DragonForce sind im Rahmen ihrer Welttournee momentan in den USA. Dies hält die Jungs aber nicht davon ab, einen weiteren Song aus ihrem aktuellen Album «Inhuman Rampage» ins Netz zu stellen - YouTube™ sei Dank!
Hier also der hochoffizielle Videoclip zu «Through the Fire and Flames» (Flash-Player notwendig):
Wem nach der 5-Minuten Videoversion der Sound gefällt, der darf sich die 7-minütige Originalversion als mp3 von der offiziellen Homepage kostenlos downloaden ("Sound & Video").
Ganz legal natürlich!
3 Jahre Wartezeit
sind seit der Veröffentlichung des letzten Studioalbums Once der finnnischen
Symphonic Metal
Formation Nightwish
vergangen! Nachdem man sich von der letzten
Sängerin Tarja getrennt hatte, ist nun endlich Ersatz gefunden
und das neue Album Dark Passion Play im Kasten.
Die neue Frontfrau Anette wird's in jedem Fall schwer haben, denn die Fans werden sie sicherlich
immer mit ihrer (hervorragenden) Vorgängerin vergleichen.
Die erste Single-Auskopplung mit dem Titel «Eva» vom Mai diesen Jahres konnte uns überhaupt nicht überzeugen - viel zu seicht und dünn, um ein echter Nightwish-Song zu sein!
Glücklicherweise lassen die aktuellen mp3-Previews einiger
Songs des neuen Albums wieder auf gewohnte Kost von den Urvätern des Symphonic Metal hoffen:
Eingängige Songs mit komplexen Arrangements und
jede Menge echtem Chor- und Orchesterbombast.
Wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf,
dann ist das in London produzierte Dark Passion Play das aktuell teuerste,
jemals in Finnland produzierte Album. Hier schon mal die Trackliste:
1. The Poet And The Pendulum
2. Bye Bye Beautiful
3. Amaranth
4. Cadence Of Her Last Breath
5. Master Passion Greed
6. Eva
7. Sahara
8. Whoever Brings The Night
9. For The Heart I Once Had
10. The Islander
11. Last Of The Wilds
12. 7 Days To The Wolves
13. Meadows Of Heaven
Erscheinungstermin wird voraussichtlich der 28. September 2007. Zur Überbrückung der Wartezeit gibt's am 24. August erst einmal die Single-Auskopplung des Titels «Amaranth».
Update! Mittlerweile könnt Ihr Euch den hochoffiziellen Videoclip zu «Amaranth» anschauen:
Einige mp3 Files mit Ausschnitten aus dem neuen Album gibt es auf der offiziellen Webseite von Nightwish. Absolut hörenswert sind unserer Meinung nach die Songs «Amaranth» und «Master Passion Greed».
Sängerin Floor Jansen
der niederländischen Heavy Metal Formation
After Forever
läuft auf dem gleichnamigen
Album zu ihrer Höchstform auf.
Stilistisch ist das aktuelle Album beinahe ein Sampler verschiedener Metal-Stilrichtungen:
Hören wir doch mal rein:
Da haben wir absolut charttauglichen
Symphonic Metal
(«Evoke», «Energize Me»)
genauso wie uptempo Songs mit einem Hauch von
Progressive Metal
(«Equally Destructive»)
und die obligatorische Ballade («Cry With a Smile») darf natürlich auch nicht fehlen.
Die obengenannten Songs sind toll produziert und arrangiert - da bleiben keine Wünsche offen!
Negativ aufgefallen sind uns jene Songs, in denen Floor gesangliche Verstärkung durch
ihre Bandkollegen bekommt. Dies geht unserer Meinung nach gründlich in die Hose, denn
die männlichen Vocals (?) passen nicht in das Arrangement und selbst englische Muttersprachler werden
höchstens Textfragmente verstehen.
(«Discord», «De-Energized»)
Wie man männliche und weibliche Vocals besser produziert,
haben wir schon bei Nightwish's
«Planet Hell»
und bei Visions of Atlantis'
«At the Back of Beyond» gehört.
Wie auch immer - After Forever haben mit Frontfrau Floor Jansen unserer Meinung nach die momentan beste aktive Heavy Metal Sängerin dieses Planeten. Checkt mal das offizielle Video zu «Energize Me»:
Unser Fazit:
Ein höchst empfehlenswertes Album mit einem breiten Spektrum an Heavy Metal
Stilrichtungen. Da wird es das nächste Album von Nightwish (im September) schwer haben.
Wir warten noch ab, bevor wir uns für das Metal-Album des Jahres 2007 entscheiden...
Mehr Infos gibt's wie immer auf der offiziellen Homepage.
Echte Fans der finnischen Symphonic-Gothic-Metal Band Nightwish wissen natürlich bereits, dass sich die Band im vergangenen Jahr von ihrer Sängerin Tarja getrennt hatten. Wir hatten dazu kurz berichtet.
Als Abschiedsgeschenk gibt es für alle Fans seit kurzem das letzte Live-Konzert mit Sängerin Tarja auf DVD. Die aufgezeichnete Show in Helsinki bildete letztes Jahr den Abschluss der Nightwish Tour 2005. Das Konzert gibt es wahlweise als Standard Edition mit einer einzelnen DVD oder als Limited Edition mit einer DVD und zwei CDs auf denen jeweils die knapp 103 Minuten Livekonzert-Mitschnitt zu hören und zu sehen sind. Eine gute Stunde Bonusmaterial der Marke «Tournee-Home-Video» gibt es auch noch.
Machen wir's kurz - die Limited Edition (DVD plus 2 CDs) ist eine faire Sache, besonders wenn man bedenkt, dass man nur knapp 25 Euro hinlegen muss. Es gibt zwar keinerlei neues Material, aber einen derart ausgewogenen Konzertmitschnitt aus alten und neuen Songs sucht man ansonsten im Repertoire von Nightwish vergebens. Die 18 Tracks im Detail: Dark Chest of Wonders, Planet Hell, Ever Dream, The Kinslayer, Phantom of the Opera, The Siren, Sleeping Sun, High Hopes, Bless the Child, Wishmaster, Slaying the Dreamer, Kuolema Tekee Taiteilijan, Nemo, Ghost Love Score, Stone People, Creek Mary's Blood, Over the Hills and Far Away und Wish I Had an Angel.
Wo Licht ist, da ist auch Schatten; schauen wir also mal genauer hin:
Etwas schade finden wir, dass alle Orchesterarrangements des letzten Studioalbums
«Once»
im Konzert als Playback zugespielt wurden. Besonders bei epischen Songs wie dem
10 minütigen «Ghost Love Score» spielt über weite Strecken praktisch nur der
Drummer mit. Diese Formation hätte ein besseres Finale verdient.
Metallica haben es vor Jahren
bereits mit Ihrem «S&M» Livealbum demonstriert: Man nehme ein
Symphonieorchester und einen fähigen Dirigenten und gibt ein paar Konzerte
hintereinander in der gleichen Halle - fertig ist das perfekte Heavy-Metal Live-Konzert
mit echtem Orchesterbombast!
Nun, Nightwish besitzen sicher nicht das Budget von Metallica, aber man kann ja mal träumen...
Orchesterkonserve hin oder her - wenn wir schon mal beim Meckern sind, dann wollen wir auch nicht verschweigen, dass Sängerin Tarja nicht bei allen Songs so richtig auf der Höhe zu sein scheint: Je schneller die Lyrics, desto weniger trifft Tarja zeitweise die richtigen Noten. «Dark Chest of Wonders» und «Wishmaster» sind Negativbeispiele einer ansonsten guten Performance.
Die visuellen Effekte der Show sind bis auf ein paar Videoeinspielungen nicht so üppig
(Nightwish sind eben nicht Iron Maiden und das ist auch gut so), daher haben wir noch einen
Tipp für die gelangweilten
Jungs und Mädels am Videoschnittpult: Bitte beim nächsten Mal nicht alle zwei Minuten
eine Grossaufnahme von Keyboarder Tuomas' schwarz lackierten Fingernägeln, okay?!
Besonderes Lob verdienen die Designer des DVD-Menus; dies ist rundherum gelungen.
Genau die passende Symbolik besitzt auch das Coverdesign: Wie Statuen blicken ein weiblicher Engel (Tarja?) und ein Zentaur (die Band?) in entgegengesetzte Richtungen und symbolisieren die getrennte Zukunft, welche die Protagonisten erwartet.
Fazit: Ein rundum gelungener Symphonic-Gothic-Metal (wasauchimmer..) Konzertmitschnitt. Die wenigen Kritikpunkte stören nicht das Gesamtkunstwerk. Neue Fans wird die Band nicht mit diesem Material gewinnen, aber darum ging es wohl auch nicht. Echte Fans brauchen diese Limited Edition sowieso und warten angsterfüllt auf die nächste Frontfrau bei Nightwish! Bis es soweit ist, warten wir auf das nächste Trostpflaster in Form einer DVD Compilation aller Nightwish-Videoclips, welche in Kürze in die Läden kommt.
Mehr Infos über den weiteren Werdegang der Band ohne Tarja gibts auf der Homepage von Nightwish. Dort findet Ihr auch ein paar mp3s zum Download.
Frontfrauen liegen bei Metal- und Gothic-Bands schon seit einigen Jahren klar im Trend. Auch Krypteria setzen mit der aus Korea stammenden Sängerin Ji-In Cho auf Frauenpower am Gesangsmikrofon. Dennoch haben wir es bei der Kölner (!) Band nicht mit einem x-beliebigen Nightwish- oder Within Temptation- Clone zu tun. Ganz im Gegenteil!
Wie also klingen Krypteria auf ihrem aktuellen Konzeptalbum Bloodangel's Cry, dessen Story lose an Faust von Johann Wolfgang von Goethe (Schock!!) angelehnt ist?
Okay, alle Nachwuchsproduzenten sollten jetzt mal ganz genau aufpassen:
Man nehme die weibliche Gesangsstimme aus dem
Musical Evita und unterlege das Ganze
mit kommerziellem Power-Metal a la Metallica.
Dazu noch eine Prise aus den 80er Jahren,
z.B. von Queensrÿche,
um dem Endprodukt einen Hauch von Progressivität zu geben. Fertig! (^_-)
Scherz beiseite:
«Ji-In Cho sieht nicht nur gut aus - sie singt auch so!»
Auf Bloodangel's Cry ist moderner Gitarren-dominierter Power-Metal zu hören.
Dank der vielseitigen (Pop-)Gesangsstimme von Ji-In ist das Ergebnis extrem hörenswert.
Die 12 Songs des Albums sind hervorragend produziert,
was für die jahrelange Erfahrung der Bandmitglieder und Produzenten spricht.
Die CD des deutsch-koreanischen Vierers ist seit Januar 2007 im Handel und alle Fans von Symphonic- bzw.
Power-Metal sollten sich diese Scheibe nicht entgehen lassen. Ein noch besseres Album aus diesem Genre wird's in diesem
Jahr kaum geben! Zumindest nicht solange man bei Nightwish noch vergeblich eine neue Frontfrau sucht...
Anspieltipps: «The Promise» und «The Night All Angels Cry».
Mehr Infos und ein paar Songs zum Reinhören gibt es auf der offiziellen Website von Krypteria.
Arcade Table "Treasure Chest"
Arcade Table "Red Dragon"
Arcade Table "Kyoto"
Arcade Table "Neo Geo Cocktail"
JAMMA Supergun/MAK PCB
RGB nach NTSC
Controlpanel Adapter
Controlpanel Adapter mit Schraubklemmen
Controlpanel Adapter mit Steckschuhen
DSub 15 Flachbandkabel Verlängerung
Ibara
Capcom I/O Converter