Vier Jahre sind seit dem letzten Album von Vision of Atlantis vergangen. Fast hätte man die Hoffnung aufgeben können, jemals wieder von der Metal Formation aus Österreich zu hören; erst gab es am laufenden Band Personalien sowie Umbesetzungen und dann ging selbst die Website der Band zwischenzeitlich vom Netz. Nun, die Website ist mittlerweile duch einen Myspace-Auftritt ersetzt worden, eine neue Frontfrau wurde auch gefunden (Maxi Nil) und die Band geht endlich wieder in die Offensive und präsentiert ihr neues Album mit dem Titel Delta.
Kurzrezension Visions of Atlantis haben jahrelang am Konzept einer Vocal Doppelspitze festgehalten und so ist es nicht verwunderlich, dass uns auch das aktuelle Album wieder fast ausnahmslos einen Mix aus Symphonic und Power Metal mit Vocal-Duetten (Mario Plank und Maxi Nils) beschert.
Die Songs im Schnelldurchlauf:
Das Album beginnt mit Black River Delta, welches mit seinen Ohrwurmqualitäten ein absolutes Highlight des Albums darstellt - wenn man einmal über den Medleycharakter des Songs hinwegsehen kann.
Bei Memento wird zwar rhythmisch kreativ variiert, aber das war es dann auch schon.
Mit New Dawn kommen wir zur ersten Singleauskopplung und spätestens hier wird klar, dass man keinerlei Risiko eingehen wollte: Der Song ist mit Abstand das "poppigste", was das Album zu bieten hat und auch das Gitarrensolo wurde vorsorglich ins Outro verbannt, nur um niemanden zu verschrecken. Trotzdem sehr hörenswert.
When Daylight Falls hätte noch eindrucksvoller wirken können, wenn Mario Plank seinen Gesangsstil aus dem Cast Away Album herübergerettet hätte - etwas schade (tja, der Mann kann wie "Meat-Loaf" klingen, wenn er halt wollte...).
Conquest of Others und Twist of Fate sind eher durchschnittliche Kost, während Elegy of Existence als echtes Highlight daherkommt: Toller Spannungsbogen und sogar das Warten auf das erste Gitarrensolo des Albums hat sich gelohnt! Mehr davon in Zukunft, bitte.
Mit Reflection folgt die obligatorische Ballade, welche allerdings von Maxi allein gesungen wird. Das kurze Instrumentalstück Sonar danach ist wohl eher als Resteverwertung von ungenutzen Keyboard-Flächensounds zu verstehen - kein Problem, dieses Album kann so etwas locker verkraften.
Alle anderen Songs sind selbstverständlich Duette und zum Abschluß wird mit Gravitate Towards Fatality nochmal ordentlich nachgelegt. Sicherlich keine Single-Auskopplung, aber solider Mid-Tempo Symphonic Metal der gewollt oder ungewollt sogar im solopart eine kleine Hommage an den Keyboardsound der kanadischen Band Saga enthält (jaja, die 80er Jahre).
Nach so viel Lob gibt es aber auch Anlaß zu konstruktiver Kritik: Mit mehr Bombast steigen auch die Ansprüche an die Endabmischung und hier hätte man unserer Meinung nach sorgfältiger arbeiten müssen: Die Abmischung des Albums ist über weite Strecken zu statisch ohne jede dynamische Choreographie. Anstatt Dynamikprozessoren (Stichwort: Ducking) als Werkzeug zu benutzen, um die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf die wesentlichen Elemente eines Songs zu lenken, hat man oft den Eindruck, dass jede Spur "zu Tode" komprimiert wurde und man für die gesamte Dauer eines Songs bloß keine Dynamik aufkommen lassen wollte. Dies eindeutig geht zu Lasten der Vocals, welche an zahlreichen Stellen untergehen, was die ansonsten meist guten Duettpassagen eigentlich nicht verdient haben (Negativbeispiele: Black River Delta, Memento, When Daylight Falls und Conquest of Others).
Tja, es bleibt ein solides Power-Symphonic Metal Album mit drei bis vier guten Highlights. Dies ist durchaus positiv zu werten, denn mehr gute Songs pro Album gibt es selbst bei den etablierteren Bands des Genre nicht.
Hier die komplette Tracklist zu Delta :
Auf der offiziellen Website gibt' mehr Infos und auch aktuelle Tourdaten.
Anspieltipps: Black River Delta, Elegy of Existence und Gravitate Towards Fatality.
«Stilwandel» war unser erster Gedanke, nachdem wir einige Tracks des aktuellen Albums Trinity der österreichischen Metal-Band Visions of Atlantis durchgehört hatten. Keine Spur mehr vom soften Rock des Debutalbums. Ebenso verbietet sich beim Gesang jeder Vergleich: Die neue Sängerin Melissa ist eine echte Bereicherung und vergessen sind die eher schrägen Passagen ihrer Vorgängerin. Fans von Frontmann Markus werden überrascht sein: Während er auf dem letzten Album noch eher wie eine junge Version von Meat Loaf klang, so vollzieht er diesmal einen beeindruckenden Wandel und erinnert nun an die Anfangstage von Bruce Dickinson bei Iron Maiden! Der Stilwechsel wird die Metal-Fans erfreuen; wir finden beide Seiten von Sänger Markus beachtlich - der Junge hat wirklich Talent; Respekt, Respekt!
Mit der Single «At the Back of Beyond» geht's gleich rasant zur Sache. Kein Orchesterbombast, sondern satter Power-Metal mit filigranen Keyboard-Linien. So mögen wir das! Auch produktionstechnisch hat sich die Band weiterentwickelt: Es scheint, als hätte man Drummer Thomas und Gitarrist Wolfgang nun endlich von der Leine gelassen - zahlreiche Tempowechsel und furiose Gitarrensoli hat man auf der letzten Longplay CD vergeblich gesucht. Auf dem aktuellen Album Trinity geht's dagegen endlich zur Sache! Einzig der markante Duett-artige Gesang der beiden Frontleute ist und bleibt auch auf diesem Album ein Markenzeichen von Visions of Atlantis.
Auch wenn nicht alle Songs von Trinity gleichermassen überzeugen können, so haben
Visions of Atlantis mit Trinity ein überzeugendes Power-Metal Album abgeliefert
hinter dem sie sich nicht zu verstecken brauchen. Derart viele hörenswerte Metal-Duette
(10 von 11 Songs) mit wechselndem Härtegrad
gibt's momentan von keiner anderen Band des Genres. (^_-)
Auf der offiziellen Website kann man alle Songs der aktuellen CD als mp3-Preview herunterladen. Eine faire Sache - hört ruhig mal rein!
Anspieltipps: «At the Back of Beyond» und «Through My Eyes».
Arcade Table "Treasure Chest"
Arcade Table "Red Dragon"
Arcade Table "Kyoto"
Arcade Table "Neo Geo Cocktail"
JAMMA Supergun/MAK PCB
RGB nach NTSC
Controlpanel Adapter
Controlpanel Adapter mit Schraubklemmen
Controlpanel Adapter mit Steckschuhen
DSub 15 Flachbandkabel Verlängerung
Ibara
Capcom I/O Converter
Holzseitenteil-Rohlinge